22.11.2013
FLUG REVUE

LTG 62 in WunstorfTransall als neues Feuerwehr-Übungsflugzeug

Das Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf verfügt neuerdings über eine mit Rauchanlage bestückte Transall, die ein besonders realitätsnahes Training für die Feuerwehr und andere Notfalldienste ermöglicht.

Transall Feuerlöschübung LTG 62 2013

Im November 2013 testete die Flughafenfeuerwehr in Wunstorf estmals die speziell mit Rauchanlage und Videokameras ausgestattete Transall des LTG 62(Foto: Luftwaffe/Beuer).  

 

Drei Jahre dauerte das Projekt, bei dem ein Team aus 14 Soldaten und zivilen Mitarbeiter unter der Leitung von Stabsfeldwebel Sven Marc Rosebrock die abgestellte Maschine mit der Kennung 50+60 für den neuen Zweck ausrüstete.

Beide Triebwerke wurden durch nicht-funktionsfähige Triebwerke ersetzt. Die Tanks des Transportflugzeugs wurden „trockengelegt“. Dadurch wurde die Transall leichter und musste mit Hilfe von Sandsäcken wieder schwerer gemacht werden. 4,5 Tonnen Sand wurden in Sandsäcke gefüllt und im Boden des Flugzeuges verstaut.

Eine Nebelmaschine wurde installiert und in das Rohrleitungssystem der Transall eingefügt, damit verschiedene Szenarien eingespielt werden können: Rauch im Cockpit, Frachtraum oder Triebwerk. Bestehende Leitungen werden genutzt, um mit Hilfe von Leitungswasser, versetzt mit Lebensmittelfarbe, Leckagen zu simulieren.

Acht Kameras (Zwei im Cockpit, zwei im Frachtraum, drei an den Tragflächen und eine am Leitwerk) und ein Aufzeichnungsgerät zeichnen die gesamten Übungsszenarien für die anschließende Auswertung auf. Mehr als 800 Meter Strom- und Datenkabel wurden verlegt.

Vor kurzem konnte sich die Fliegerhorstfeuerwehr nun davon überzeugen, wie real an diesem Übungsluftfahrzeug trainiert werden kann und war begeistert.

Während der Indienststellung erläuterte Stabsfeldwebel Rosebrock auch zahlreichen Gästen die Möglichkeiten. Vertreter von zahlreichen Fliegerhorst- und Flugplatzfeuerwehren der Bundeswehr, zivilen Feuerwehren und Rettungsdiensten, Polizei und Flughafenfeuerwehr Hannover waren beeindruckt. Die ersten Termine zur Nutzung dieses einzigartigen Ausbildungsflugzeuges sind bereits angefragt, so die Luftwaffe.



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