26.10.2016
FLUG REVUE

Airbus DS EBSASR-Radar für das Heer

Mit der Übergabe eines ASR-Systems an das Transporthubschraubergeschwader 30 auf dem Fliegerhorst Niederstetten erhielt jetzt das Heer das erste Flugplatzüberwachungsradar der neuen Baureihe von Airbus DS Electronics and Border Security.

ASR-Radar Niederstetten 2016 Airbus

Das Transporthubschraubergeschwader 30 erhielt auf seinem Fliegerhorst Niederstetten als erste Einheit des Heeres das Flugplatzüberwachungsradar ASR-S von Airbus DS Electronics and Border Security (Foto: Airbus DS EBS).  

 

Die ASR-Systeme (Aerodrome Surveillance Radar) treten an die Stelle der 30 Jahre alten Radare, die bis jetzt für die militärische Flugverkehrskontrolle genutzt wurden. Neben der Anflugkontrolle werden die neuen Radare auch für die Luftraumüberwachung im Radius von 110 Kilometern (60 NM) eingesetzt, um die militärischen Flugbewegungen mit dem zivilen Flugverkehr abzustimmen.

Mit dem ASR-S besitzt der Heeresflugplatz Niederstetten die bundesweit vierte, durch die DFS flugvermessene Anlage dieser Produktreihe. Bereits in Betrieb sind die Anlagen auf den Luftwaffen-Stützpunkten Laupheim, Büchel und Wittmund.

Das ASR umfasst ein Primärradar auf der Basis eines Halbleitersenders sowie eine spezielle Signalverarbeitungstechnologie für die weiträumige Überwachung. Es ist zudem an ein MSSR-2000-I-Sekundärradar gekoppelt, das die automatische Identifizierung der Flugzeuge gewährleistet. Dieses Sekundärradar entspricht dem neuen Flugverkehrskontrollstandard „Mode S“, der eine deutliche Verbesserung der Abfragen zur Flugzeugidentifizierung mit sich bringt und derzeit im zentraleuropäischen Luftraum eingeführt wird.

Andere Versionen des ASR sind in Australien und Canada unter Vertrag. Das Sekundärradar MSSR 2000 I wird von den Seestreitkräften Deutschlands, Frankreichs, Norwegens und Finnlands zur militärischen Freund-Feind-Erkennung eingesetzt.



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