19.07.2017
FLUG REVUE

Alle Typen im DetailDie Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe

Die Schweizer Luftstreitkräfte setzen für ihre Aufgaben mehr als ein Dutzend verschiedene Muster ein.

Patrouille Suisse

Mit den F-5E begeistert die Patrouille Suisse (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Hier stellen wir alle aktuellen Modelle der Schweizer Luftstreitkräfte ausführlich vor.

Beechcraft Super King Air 350

Beech Super King Air 350 Schweizer Luftwaffe

Eine Super King Air 350 wird von der Schweizer Luftwaffe für Fotoflüge verwendet (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 1
Im Einsatz bei: Lufttransportdienst des Bundes
Im Einsatz seit: 1993 (1 gekauft)

Die zweimotorige Super King Air war vormals zivil als HB-GII immatrikuliert. Diese Maschine  wurde am 30. November 1993 als Ersatz für die Rockwell Grand Commander 680FL vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo als Vermessungsflugzeug in Betrieb genommen. Es ist mit zwei Präzisions-Luftbildkameras und GPS-Navigation ausgestattet.

In erster Linie wird die Maschine für die Nachführung der schweizerischen Landeskarten im 6-Jahres Zyklus eingesetzt. Weiter werden Flüge zur Waldschadenkartierung, Hydrologie und Glaziologie durchgeführt, sowie Umweltereignisse wie Felsstürze und Überschwemmungen festgehalten.

Beech 1900D

Beech 1900 Schweizer Luftwaffe

Die Beech 1900 wird für leichte Transportaufgaben verwendet (Foto: Schweizer Luftwaffe).
 

 

Im Bestand: 1
Im Einsatz bei: Lufttransportdienst des Bundes
Im Einsatz seit: 2007

Ab April 2007 wurde die Beech 1900 D für drei Jahre von einer deutschen Fluggesellschaft gemietet, da nach der Ausserdienststellung des Learjet 35A des LTDB Ende 2006 kleinere Material- und Personentransporte (nicht VIP) nicht mehr effizient bewältigt werden konnten. 

Anfangs 2009 kam die Maschine in den Besitz der Luftwaffe und wurde im Design Corporate Identity LTDB umlackiert. Das Flugzeug wurde im Frühjahr 2009 zuerst für ein paar Wochen bis zum 22. April 2009 noch als HB-AEN immatrikuliert, aber am 23. April 2009 erhielt die Beech dann schließlich die militärische Kennung T-729.

Boeing F/A-18C/D Hornet

F-18C Schweiz

Mit der F/A-18 Hornet erledigt die Schweizer Luftwaffe den Luftpolizeidienst (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 26 x F/-18C, 7 x F/A-18D
Im Einsatz bei: Fliegerstaffel 11, Fliegerstaffel 17, Fliegerstaffel 18
Im Einsatz seit: 1997 (34 gekauft)

Seit Oktober 1996 verließen die Hornets nach und nach die Montagehallen in Emmen. Die Auslieferung erstreckte sich bis Ende 1999. Die Fliegerstaffel 17 schulte als erste Frontstaffel ab Juni 1997 auf die Hornet um, gefolgt von der Fliegerstaffel 18 im Frühjahr 1998. Zuletzt wurde die damals in Dübendorf stationierte Fliegerstaffel 11 im Jahre 1999 umgeschult. 

Die F/A-18 Hornet soll etwa 30 Jahe im Einsatz bleiben. Deshalb wurde mit dem Rüstungsprogramm 2011 eine 404 Millionen Franken umfassende Modernisierung beschlossen, die Anpassungen der Hard- und Software an die technologische Entwicklung umfasst. 

Zu den Neuerungen gehören ein taktischer Infrarotsensor der dritten Generation, wie er bei der US Navy im Einsatz steht; ein neues Radar-Warn-System, das eine deutlich verbesserte Präzision und Empfindlichkeit aufweist; neue Cockpit-Bildschirme, wobei die bisherigen Bildschirme in Kathodenstrahl-Röhrentechnologie durch Aktivmatrix-Flachbildschirme ersetzt werden; eine aufdatierte Flugzeugsoftware, die für die Unterstützung der neu eingebauten Systeme notwendig ist und wesentliche Verbesserungen von Systemfunktionen realisiert; eine Erweiterung des Freund-Feind-Erkennungssystems; ein neuer GPS-Empfänger für den Empfang von bis zu 12 Satellitensignalen; ein digitales Daten-Aufzeichnungssystem mit hoher Speicherkapazität

Mit dem Rüstungsprogramm 2011 (RP 11) soll die heute eingesetzte Luft-Luft-Lenkwaffe AIM-120B AMRAAM schrittweise durch die modernere, leistungsfähigere und wirksamere LL Lwf AIM-120C-7 abgelöst werden.

Cessna Citation Excel

Citation Excel Schweiz

Für Flüge der Bundesregierung steht eine Cessna Citation Excel zur Verfügung (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 1
Im Einsatz bei: Lufttransportdienst des Bundes
Im Einsatz seit: 2005 (1 gekauft)

Der Jet war vormals zivil als HB-VAA immatrikuliert. Der "Bundesratsjet" erhielt seine militärische Kennung T-784 und die «Swiss Air Force»-Titel im Januar 2005.

Dassault Falcon 900EX

Falcon 900EX Schweiz

Für Regierungsflüge wurde 2013 eine gebrauchte Falcon 900EX gekauft (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 1
Im Einsatz bei: Lufttransportdienst des Bundes 
Im Einsatz seit: 2013 (1 gebraucht gekauft)

Die Wahl der armasuisse fiel bei der Evaluation eines neuen Bundesratsjets auf die Dassault Falcon 900EX mit der Immatrikulation 3A-MGC. Dieses Occasionsflugzeug wurde bis Ende 2012 unter der Registration 3A-MGA als Regierungsflugzeug von Monaco genutzt und stand damit auch im Dienste von Fürst Albert II von Monaco.

Die Beschaffung erfolgte unter der Leitung von armasuisse gemäss Bundesratsbeschluss vom Juni 2012. Das vom Bundesrat vorgegebene Budget von 35 Millionen für ein modernes Occasionsflugzeug wurde eingehalten und beinhaltet neben dem Kaufpreis und MWSt nötige Anpassungen, Ausbildung von Betriebspersonal und Ersatz- und Bodenmaterial. Die Finanzierung des Falcon 900EX erfolgte zu Lasten des ordentlichen VBS-Budget. Die Einnahmen des Verkaufs der Falcon 50 fliessen in die Bundeskasse.

De Havilland Canada DHC-6-300 Twin Otter

Twin Otter Schweizer Luftwaffe Swisstopo

Für Bildflüge der Swisstopo steht eine Twin Otter zur Verfügung (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 1
Im Einsatz bei: Lufttransportdienst des Bundes 
Im Einsatz seit: 1976 (1 gekauft)

Die De Havilland Canada DHC-6-300 Twin Otter wird in erster Linie für die Nachführung der schweizerischen Landeskarten im 3-Jahres Zyklus eingesetzt. Weiter werden Flüge zur Waldschadenkartierung, Hydrologie und Glaziologie durchgeführt, sowie Umweltereignisse wie Felsstürze und Überschwemmungen festgehalten.

Die Einsätze finden im Auftrag des Bundesamtes für Landestopografie swisstopo (VBS) durch Angehörige des Berufsfliegerkorps (BFK) des Fachdienstes Luftaufklärung (FD LA) beim Einsatz Luftwaffe statt.

Eurocopter AS332 M1 Super Puma (TH06)

Super Puma Schweizer Luftwaffe

Die Super Pumas der Schweizer Luftwaffe werden derzeit modernisiert (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 15
Im Einsatz bei: Lufttransport Staffel 1, Lufttransport Staffel 5, Lufttransport Staffel 6, Lufttransport Staffel 8
Im Einsatz seit: 1987 (15 gekauft)

Das Bedürfnis nach schwereren Helikoptern führte dazu, dass 1986 bei Aérospatiale vorerst drei SA.332 (später AS332 Super Puma) zur Erprobung für die Schweizer Luftwaffe bestellt wurden, die seit 1987 im Einsatz sind.

Kaum war die erste Maschine im Sommer 1987 ausgeliefert, wurde die Schweiz von schwersten Unwettern heimgesucht. Bei erfolgreichen Hilfseinsätzen in den Kantonen Uri, Graubünden und Wallis erwies sich der Super Puma als wirkungsvolles Transportmittel. Die Nachfrage für Super-Puma-Einsätze stieg auch im normalen Einsatz sprunghaft. So wurden 1989 weitere 12 Super Puma bestellt.

Die Super Puma wurden entsprechend dem Rüstungsprogramm 2006 umfassend modernisiert und erhielten nach diesen Arbeiten die neue Bezeichnung Transporthelikopter 06 (TH06). Dieses Werterhaltungsprogramm, das durch RUAG Aviation in Emmen durchgeführt wurde, ist im Jahr 2014 mit der Abgabe des letzten von 15 Super Puma (TH06) an die Luftwaffe angeschlossen worden.

Eurocopter AS532 UL Cougar

Cougar Schweizer Luftwaffe

Nach den Super Pumas bestellte die Schweizer Luftwaffe bei Airbus Helicopters auch die Cougar (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 10
Im Einsatz bei: Lufttransport Staffel 1, Lufttransport Staffel 5, Lufttransport Staffel 6, Lufttransport Staffel 8
Im Einsatz seit: 2001 (12 gekauft)

Um die Super-Puma-Flotte weiter auszubauen, wurde mit dem Rüstungsprogramm 1998 für 320 Millionen Franken die Beschaffung weiterer zwölf mittelschwerer Transporthelikopter 98 (TH 98) vorgeschlagen und bewilligt. Da es sich bei diesen Helikoptern um eine neue Generation hinsichtlich Ausrüstung handelt und um Missverständnissen vorzubeugen, erhielten diese neuen Maschinen den Namen Cougar.

Die ersten beiden Cougar (TH 98) wurden direkt von der Firma Eurocopter in Marignane bei Marseille fertig angeliefert. Die restlichen zehn Helikopter wurden ab dem 17. Januar 2000 durch die damalige SF Schweizerische Unternehmung für Flugzeuge und Systeme in Emmen endmontiert. Der letzte Cougar aus der nun als RUAG Aerospace bekannten Unternehmung (T-342) hat seinen Erstflug am 14. Mai 2002 absolviert.

Der Cougar ist mit einem modernen «Glass-Cockpit» ausgerüstet. Ein Cougar (T-331) erhielt neben einer Klimaanlage auch einen besseren Schallschutz und komfortablere Sitze. Diese direkt von Eurocopter gelieferte Maschine wird deshalb auch als «Confort» bezeichnet und eignet sich besonders gut zum Transport von VIPs.

Eurocopter EC635

EC635 Schweizer Luftwaffe

Die EC635 haben die Alouette III der Schweizer Luftwaffe abgelöst (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 20
Im Einsatz bei: Lufttransport Staffel 1, Lufttransport Staffel 5, Lufttransport Staffel 6, Lufttransport Staffel 8, Lufttransportdienst des Bundes

Im Einsatz seit: 2008 (20 geliefert)

Zur Ablösung der Sud-Aviation SE-3160 Alouette III entschied sich die Schweiz für die Beschaffung des leichten Transport- und Schulungshelikopters EC635. Die Beschränkung der Einsätze auf Flüge unter Sichtflugbedingungen, wie sie bei der Alouette III bestand, wird mit dem neuen EC635 dank moderner Ausrüstung weitgehend aufgehoben. Er verfügt zudem über zwei Triebwerke und weist damit eine höhere Flugsicherheit auf.

Zwei Maschinen wurden als VIP-Helikopter ausgerüstet im Rahmen des Lufttransportdienstes des Bundes (LTDB) ab Belp eingesetzt. Diese beiden Hubschrauber mit den Kennungen T-351 und T-352 entsprechen der von Eurocopter angebotenen zivilen Version EC135.

Am 23. Mai 2007 absolvierte der erste für die Schweizer Luftwaffe bestimmte EC635 mit der Serien-Nr. 0529 und der temporären Immatrikulation D-HECM(8) seinen Jungfernflug im Eurocopter-Werk Donauwörth. Am 7. März 2008 hat armasuisse den ersten EC635 beim Hersteller in Donauwörth termingerecht abgenommen.

Vier Maschinen (2 EC635 VIP und 2 EC635) wurden bei Eurocopter in Deutschland gebaut und am 19. August 2008 der Luftwaffe ausgeliefert. Die übrigen 16 EC635 wurden von RUAG Aerospace in Alpnach endmontiert und stießen ab 28. August 2008 bis 17. Dezember 2009 zur Luftwaffe.

Northrop F-5E/F Tiger

F-5E Tiger II Schweizer Luftwaffe

Die F-5E Tiger II sollen durch die Saab Gripen ersetzt werden (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 21 F-5E, 4 x F-5F
Im Einsatz bei: Fliegerstaffel 8, Fliegerstaffel 6, Fliegerstaffel 19
Im Einsatz seit: 1978 (110 gekauft)

Mit dem Ausscheiden der Venom und dem vermehrten Hunter-Einsatz im Erdkampf ergab sich gegen Ende der Siebzigerjahre eine Lücke im Raumschutz. Diese wurde mit dem Northrop F-5E Tiger II geschlossen.

Das Parlament beschloss den Kauf in der Frühjahrssession 1976. Die Einzelteile und Baugruppen wurden in den USA hergestellt und die Endmontage im Eidgenössischen Flugzeugwerk Emmen (F+W) durchgeführt.

Die Bewährung dieser Tiger-Flugzeuge, besonders hinsichtlich Miliztauglichkeit, führte zu einer Zusatzbeschaffung. Am 4. Juni 1981 bewilligte das Parlament mit seinem Bundesbeschluss das Rüstungsprogramm 1981 (RP 81) und damit eine Flottenvergrösserung um 38 Maschinen, davon wiederum 6 Doppelsitzer vom Typ F-5F für 770 Mio. Franken. Erneut erfolgte die Endmontage in der Schweiz. Der Abschluss dieser Beschaffung war 1984.

Bereits vor über zehn Jahren begann die Ausmusterung der F-5E. Das amerikanische Department of the Navy kaufte am 10. August 2002 32 gebrauchte F-5E Tiger II, die alle bis Juni 2008 als F-5N vor allem für realistisches Training bei den Aggressor-Staffeln der U.S. Navy in Dienst gestellt wurden.

Später wurden von den USA noch weitere 12 Schweizer F-5E Tiger II gekauft, so dass schließlich insgesamt 44 Tiger für $50 Millionen an die U.S. Navy gingen. Die letzte dieser Maschine, ein Einsitzer F-5N Tiger II, wurde der Navy am 29. August 2009 in St. Augustine mit einer Zeremonie übergeben.

Pilatus PC-6/B2-H2M Turbo Porter

PC-6 Schweizer Luftwaffe

Die PC-6 Turbo Porter sind unverwüstlich (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 15
Im Einsatz bei: Lufttransport Staffel 7
Im Einsatz seit: 1967 (18 gekauft)

Der Pilatus Porter ist das Arbeits- und Kleintransportflugzeug der Luftwaffe. Seine robuste Bauart sowie die Kurzstart- und Landeeigenschaften (STOL, Short Take-Off and Landing) ermöglichen auch Einsätze ab Behelfslandeplätzen im Gelände.

Nach der Beschaffung von 6 PC-6/B2-H2M Turbo-Porter im Jahr 1976 (V-630 bis V-635) wurden in den Jahren 1980/81 auch die 12 schon vorhandenen Kolbenmotor-Porter PC-6/H2M mit den leistungsstärkeren Propellerturbinen ausgerüstet, das heisst, sie wurden zur Version  PC-6/B2-H2M-1 Turbo-Porter umgebaut.

Heute dienen die Porter Flugzeuge hauptsächlich für Personen- und Materialtransporte und für das Absetzen der Fallschirmaufklärer.

Pilatus NCPC-7 Turbo Trainer

NCPC-7 Schweizer Luftwaffe

Die zukünftigen Jetpiloten der Schweizer Luftwaffe beginnen ihre Schulung auf der NCPC-7 (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 28
Im Einsatz bei: Pilotenschule der Luftwaffe
Im Einsatz seit: 1982 (40 gekauft)

Die PC-7 dient im militärischen Bereich der Grundausbildung, besonders im Kunstflug und IFR-Flug. Die Serienproduktion wurde im Frühjahr 1977 in Angriff genommen. 1981 bestellte auch die Schweizerische Fliegertruppe 40 Exemplare der Version PC-7/CH, als Ablösung der veralteten P-2- und der etwas untermotorisierten P-3-Modelle.

Im Oktober 2006 erhielt die Luftwaffe die ersten zwei umgebauten PC-7 mit dem neuen Cockpit (NCPC-7). Der Grundstein für das Projekt wurde im Jahr 2002 mit einer Studie zur Modernisierung der bestehenden PC-7 Flotte gelegt.

Der Prototyp wurde von der armasuisse am 30. September 2003 zum ersten Mal geflogen. Die Modifikation von 18 Flugzeugen erfolgte im Rahmen des Rüstungsprogramms 2005 ab dem Jahre 2006.

Am 29. Februar 2008 wurden die insgesamt 18 NCPC-7 (A-924 - A-941) anlässlich einer kleinen Feier der Luftwaffe offiziell übergeben. Gleichentags wurden die Verträge für den Umbau von zehn weiteren PC-7 (A-912 - A-923) unterzeichnet. Diese zweite Tranche konnte 2009 realisiert werden. Auch der von der RUAG Aerospace gebaute Simulator ist seit dem Frühjahr 2008 in Betrieb. Die Kosten beliefen sich auf rund CHF 36 Mio. für die erste und CHF 20 Mio. für die zweite Tranche.

Pilatus PC-9

PC-9 Schweizer Luftwaffe

Die PC-9 werden für Zielschleppflüge und das EloKa-Training verwendet (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 8
Im Einsatz bei: Zielflugstaffel 12
Im Einsatz seit: 1988 (12 gekauft)

Das Turboprop-Schulflugzeug PC-9 wird praktisch nur durch die Piloten der Zielflugstaffel 12 betrieben. Die Einsatzräume befinden sich vor allem bei den Fliegerabwehrschiessplätzen im Wallis und Engadin.

Der PC-9 kann mit einer Schleppwinde ausgerüstet werden. Ein Schleppsack kann damit ausgefahren und hinter dem Flugzeug gezogen werden. Die Kanoniere der Fliegerabwehr zielen auf diese Schleppsäcke und können - wenn alle Sicherheitsauflagen stimmen - auch den scharfen Schuss auslösen.

Die Flugzeuge wurden in drei Tranchen beschafft, die ältesten Flugzeuge stehen seit 1988 im Einsatz. Bereits im Jahr 2012 wurde die PC-9-Flotte von elf auf acht Stück reduziert.

2014 gehen der Luftwaffe die Ersatzteile für den Saab VISTA 5 Pod (Störsender) aus, der für die EKF-Einsätze benötigt wird. Man versucht aber, eine Verlängerung der Einsätze bis 2016 zu erreichen. Dann erreicht die Schleppwinde für die Flab-Zieldarstellung ebenfalls ihr Lebensende. Deshalb werden die PC-9 voraussichtlich ab 2016 außer Dienst gestellt.

Pilatus PC-21

PC-21 Schweizer Luftwaffe

Von der PC-21 steigen die Schüler direkt auf ein Kampfflugzeugmuster um (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 8
Im Einsatz bei: Pilotenschule der Luftwaffe
Im Einsatz seit: 2008

Die PC-21 wird für die Grund- und Fortgeschrittenenausbildung für Jetpiloten  und Luftkampf-, Blind- und Kunstflugschulung genutzt. Mit dem Jetpiloten-Ausbildungssystem PC-21 (JEPAS PC-21) beschreitet die Schweizer Luftwaffe neue Wege, indem Piloten von der PC-21 direkt auf die Boeing F/A-18 Hornet umschulen.

Die ersten sechs Maschinen wurden im Rahmen des Jetpiloten-Ausbildungssystems (JEPAS), das die Schweiz für 115 Millionen Franken mit dem Rüstungsprogramm 2006 beschafft. Am 20. Juli 2007 startete der HB-HYA mit der Werknummer 103 auf dem Flugplatz Buochs zu seinem ersten Flug. Es war der erste PC-21 Prototyp für die Schweizer Luftwaffe, der später das militärische Kennzeichen A-101 erhielt.

Die Erfahrungen nach der Ausbildung der ersten Jetpilotenklasse mit vier Jetpiloten-Anwärtern und sechs PC-21 Flugzeugen zeigten, dass eine Ausbildung von sechs Jetpiloten-Anwärtern bei gleichbleibender Anzahl PC-21 Flugzeugen nur mit Einschränkungen möglich ist. Als Folge davon müssten die Ausbildungsbereiche wie Nachtflug und Luftkampf auf den wesentlich kostenintensiveren F/A-18 verlagert werden. Dazu kommt, dass die Abgänge von Piloten der Luftwaffe in den letzten Jahren zugenommen haben. Deshalb besteht künftig ein Nachwuchsbedarf von sechs bis acht Jetpiloten pro Jahr. Es werden zwei zusätzliche PC-21 zur Sicherstellung des Bestandes an F/A-18 Piloten benötigt. Am 17.02.2010 verabschiedete der Bundesrat das Rüstungsprogramm 2010 mit diesen beiden Flugzeugen.

Aufklärungsdrohne ADS-95 Ranger

ADS 95 Schweizer Luftwaffe

Für die ADS-95-Drohnen wird zur Zeit ein leistungsstärkeres Nachfolgemuster gesucht (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Im Bestand: 15
Im Einsatz bei: Drohnenstaffel 7
Im Einsatz seit: 2001 (28 gekauft)

Das ADS 95 ist das erste von der Schweizer Luftwaffe beschaffte und in Betrieb stehende unbemannte Aufklärungs-Drohnen-System. Die Beschaffung umfasste im Wesentlichen folgende Systemkomponente: 28 Flugzeuge IAI Ranger, 28 elektro-optische Sensoren, 8 Bodenkontrollstationen, 8 Kommunikationseinrichtungen, 8 Katapulte, 8 Landesysteme, 8 mobile Empfangsstationen, 4 mobile Drohneneinsatz-Kommandoposten, Simulatoren.

Die im Auftrag der damaligen GRD (heute armasuisse) entwickelte Aufklärungsdrohne F+W Ranger absolvierte am 21. Dezember 1988 den erfolgreichen Erstflug. Sie wurde in dieser ersten Version von einem Zweizylinder-Zweitakt-Reihenmotor F+W/Göbler-Hirthmotor F-31 von 28 kW (38 PS) angetrieben und erreichte eine Geschwindigkeit von 220 km/h.

Kleinzieldrohne KZD-85

Kleinzieldrohne KZD-85

Mit der KZD-85 bildet die Schweizer Luftwaffe Schützen für das Boden-Luft Abwehrsystems Stinger aus. Foto und Copyright: Schweizer Luftwaffe  

 

Im Bestand: 41 (Bestand im August 2015)
Im Einsatz seit: 1985 (60 gekauft)

Die unbemannte Kleinzieldrohne KZD-85 wurde von den Farner Werken in Grenchen entwickelt. Die Schweizer Luftwaffe beschaffte das System für das Training der Fliegerabwehrtruppen (Flab). Heute werden die KZD-85 zur Ausbildung von Schützen für das Boden-Luft Abwehrsystems Stinger verwendet.

Das KZD-System setzt sich aus den Hauptkomponenten Drohne, Katapult und Fernsteuerung zusammen und kann mit einem Pilot und einem Mechaniker betrieben werden. Durch den wesentlich kostengünstigeren Betrieb bietet die Kleinzieldrohne eine gute Alternative zu den Zielübungen mit der PC-9 oder Tiger F-5.



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