31.08.2016
FLUG REVUE

Absturz im SustenpassgebietF/A-18-Pilot der Schweizer Luftwaffe ist tot

Im Trümmerfeld der am Montag abgestürzten F/A-18 wurden am Mittwochmorgen die sterblichen Überreste des Piloten gefunden und zweifelsfrei identifiziert.

F/A-18 Hornet Schweiz

Eine F/A-18 Hornet aus Meiringen wird im Gebiet des Sustenpasses gesucht (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Laut Schweizer Verteidigungsministerium handelt es sich bei dem Opfer um einen 27-jährigen Berufsmilitärpiloten der Schweizer Luftwaffe. Die Familienangehörigen sind informiert und werden durch ein CARE-Team der Armee betreut.

Die Ursache des Flugzeugabsturzes wird durch die Militärjustiz untersucht. In den kommenden Tagen sollen die Wrackteile aus dem schwierigen hochalpinen Gelände geborgen werden. Die Absturzstelle ist bis zur abgeschlossenen Bergung für Berggänger gesperrt und es gilt eine Flugverbotszone für sämtliche Luftfahrzeuge in einem Radius von fünf nautischen Meilen (9,3 Kilometern) und in eine Höhe von 5000 Meter über Meer (Flight Level 150).

Pilot antwortet kurz nach dem Start nicht mehr

Die einsitzige F/A-18 ist am Montag um 16.01 Uhr als zweites Flugzeug im Rahmen eines Trainingsfluges vom Militärflugplatz in Meiringen gestartet, 15 Sekunden hinter dem Leader. Auf einen ersten Funkaufruf der Einsatzzentrale antwortete der Pilot ordnungsgemäss. Auf einen zweiten Aufruf meldete sich der Pilot hingegen nicht mehr.

Das Flugzeugwrack war am Dienstag um die Mittagszeit aus der Luft im Gebiet Hinter-Tierberg gefunden worden. Die Absturzstelle liegt auf über 3000 Meter über Meer, entsprechend schwierig gestaltete sich die Suche in hochalpinem Gelände und bei widrigen Wetterbedingungen. An der Suche beteiligten sich unter anderem Gebirgsspezialisten der Armee, mehrere Super Puma der Luftwaffe, ein Helikopter der Kantonspolizei Zürich sowie zwei Helikopter der Rettungsflugwacht.

Der Jet-Trainingsbetrieb ab dem Militärflugplatz Meiringen wird ab Mittwochmittag in Absprache mit Skyguide wieder aufgenommen.

Eine umfassende Liste der Unfälle mit Militärflugzeugen in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit 1996 finden Sie hier...



Weitere interessante Inhalte
Spezialversion für Ryanair Erste 737 MAX 200 rollt aus der Halle

19.11.2018 - Im Boeing-Werk Renton ist die erste Boeing 737 MAX 200 endmontiert worden. Diese, ursprünglich auf Wunsch von Ryanair entwickelte Version der 737 MAX 8, darf dank veränderter Notausgänge 200 Fluggäste … weiter

Monatelange Flugzeit Aurora enthüllt Riesen-Solarflugzeug Odysseus

14.11.2018 - Aurora Flight Sciences hat in Manassas das angeblich „leistungsfähigste solarbetriebene autonome Flugzeug der Welt“ enthüllt. Es soll im Frühjahr 2019 erstmals abheben. … weiter

Schwerer Transporthubschrauber STH für Luftwaffe gesichert

09.11.2018 - Durch eine deutliche Steigerung der Verteidigungsausgaben wird auch die geplante Beschaffung eines CH-53-Nachfolgers möglich, für den 5,6 Millarden Euro in den Haushalt eingestellt wurden. … weiter

Hersteller reagiert auf Lionair-Absturz in Indonesien Boeing und FAA geben Sicherheitsanweisungen für 737 MAX heraus

08.11.2018 - Der Flugzeughersteller Boeing hat in einer Sicherheitsanweisung an alle Betreiber der 737 MAX Handlungsanweisungen bei Störungen des Anstellwinkelsensors wiederholt. Damit reagiert der Hersteller auf … weiter

Flugzeugunglück in Indonesien UPDATE: Abgestürzte Boeing 737 MAX geortet?

31.10.2018 - In Indonesien geht die Suche nach dem Wrack der am Montag bei einem Inlandsflug abgestürzten Boeing 737 MAX 8 weiter. Für die 189 Insassen besteht keine Überlebenshoffnung mehr. … weiter


FLUG REVUE 12/2018

FLUG REVUE
12/2018
05.11.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Raumfahrt Extra
- Wettbewerb: Spar-Jets für Übermorgen
- Neuer britischer Träger: F-35B auf der "Queen Elizabeth"
- Piloten: Die neue Lufthansa-Ausbildung
- A400M in Wunstorf: Erste Einsatzerfahrungen