28.09.2017
FLUG REVUE

Staatsvertrag unterzeichnetÖsterreich und Schweiz arbeiten beim Luftpolizeidienst enger zusammen

Der am Donnerstag unterzeichnete Vertrag erlaubt es den Flugzeugen, verdächtige Luftfahrzeuge in den Luftraum des anderen Landes hinein zu verfolgen.

Eurofighter Österrech

Österreichische Eurofighter dürfen beim Luftpolizeidienst nun auch über der Schweiz fliegen (Foto: Bundesheer).  

 

Das bisherige Abkommen beschränkte die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Österreich auf den Austausch von Informationen und Daten. Die Überwachung und Begleitung eines verdächtigen Luftfahrzeuges über die Staatsgrenze hinaus war nicht möglich.

Das neue erweiterte Abkommen erlaubt es den österreichischen Piloten, ein Luftfahrzeug über die Schweizer Staatsgrenze hinaus unter anderem zu verfolgen, zu identifizieren und mit diesem in Funkkontakt zu treten. Umgekehrt gelten für die Schweizer Armee dieselben Rechte. Der Einsatz von Waffen im Gebiet des jeweils anderen Staates ist hingegen in jedem Fall ausdrücklich verboten.

Durch die zu erwartenden Synergieeffekte können in weiterer Folge beiden Staaten die Aufgabe der Luftraumüberwachung effizienter und ressourcenschonender erfüllen, so der österreichische Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil. Das Abkommen ist mit der Neutralität vereinbar: Aufgaben der militärischen Landesverteidigung sowie Befugnisse zum exekutiven Waffengebrauch werden nicht erteilt, heißt es.

Nach der Umsetzung des Abkommens mit der Schweiz werden die Erfahrungen evaluiert. Folgeabkommen mit anderen Nachbarstaaten sind nicht auszuschließen. Die Schweiz hat bereits ähnliche Abkommen mit Deutschland, Italien und Frankreich abgeschlossen.

Als permanente Einsatzaufgabe überwacht der Verband Luftraumüberwachung der Luftstreitkräfte den österreichischen Luftraum rund um die Uhr. Die Abfangjäger steigen 60 Mal pro Jahr für einen Einsatzflug auf, dass bedeutet im Durchschnitt ein Einsatz pro Woche.



Weitere interessante Inhalte
Farnborough Air Show Eurofighter als „Brücke zum europäischen FCAS“

17.07.2018 - Während sich die Pläne für neue Kampfflugzeug-Entwicklungen in Europa konkretisieren sieht das Eurofighter-Konsortium den Bedarf, den Eurofighter Typhoon mit neuen Systemen aufzurüsten. … weiter

Projekt Air2030 Schweiz fordert Fighter-Angebote an

06.07.2018 - Die Schweiz nimmt einen neuen Anlauf zur Beschaffung von Kampfflugzeugen und hat erste Angebote für fünf Muster angefordert. Sie sollen bis Ende Januar 2019 eingehen. … weiter

Luftwaffe in Lossiemouth Eurofighter verschiessen AMRAAM

19.06.2018 - Um festzustellen, wie sich die Hauptbewaffnung des Eurofighters über mittlere Entfernung schlägt, verschießt die Luftwaffe 13 AIM-120 im Testgebiet vor den Hebriden. … weiter

ILA 2018 Flugvorführungen 25. April 2018

26.04.2018 - FLUG REVUE zeigt die Bilder der Flugvorführung am ersten Fachbesuchertag. … weiter

Unterlagen eingereicht Airbus bietet Eurofighter als Tornado-Nachfolger an

24.04.2018 - Am Vortag der ILA in Berlin, hat Airbus zusammen mit der Eurofighter GmbH sein Angebot für den Ersatz der deutschen Tornado-Kampfflugzeuge an das Verteidigungsministerium übergeben. Der Eurofighter … weiter


FLUG REVUE 08/2018

FLUG REVUE
08/2018
09.07.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Stationen im All: Was kommt nach der ISS?
- Rafale fliegt auf der "Bush"
- Flugzeugbau virtuell: Alles wird digital
- Joon: Der Billigflieger von Air France
- Airbus-Lieferzentrum: Hochbetrieb in Hamburg