05.11.2013
FLUG REVUE

Verlegung nach DschibutiP-3C der Marine erneut im „Atalanta“-Einsatz

Nach sechsmonatiger Einsatzunterbrechung fliegt eine P-3C Orion der Marineflieger seit Anfang des Monats von Dschibuti aus wieder im Rahmen der EU Operation „Atalanta“am Horn von Afrika.

P-3C Marineflieger Dschibuti 2013

Eine P-3C Orion des MFG 3 "Graf Zeppelin" ist seit Ende Oktober 2013 wieder in Dschibuti stationiert (Foto: Bundeswehr/PAO Atalanta).  

 

Bereits am 15. Oktober traf eine Gruppe von 16 Soldaten aus dem Marinefliegerstützpunkt in Nordholz in Djibouti ein. Der erste Auftrag bestand darin, die Infrastruktur vor Ort wiederherzustellen und die logistischen Vorbereitungen zu treffen. Insgesamt 36 Tonnen Fracht wurden übernommen, zahlreiche Bodengeräte, wie Stapler und Schlepper nahmen den Betrieb auf.

Am 30. Oktober trafen die restlichen Soldaten im Einsatzland ein und komplettierten die aus insgesamt 54 Frauen und Männern bestehende Einsatzgruppe. Sie waren am 28. Oktober in Nordholz gestartet und legten mit einem Zwischenstopp auf Sizilien die knapp 6000 Kilometer an Bord des Seefernaufklärers zurück.

Nach kurzer Eingewöhnungszeit und dem Abschluss der letzten Vorbereitungen führte die P-3C am 02. November den ersten Patrouillenflug entlang der somalischen Küste durch. Ihren vorerst letzten Flug hatte die Einsatzgruppe am 27. April durchgeführt. Anschließend folgte eine planmäßige Einsatzunterbrechung.

"Die Einsatzunterbrechung hat uns erlaubt, uns auf die Ausbildung von neuen Soldaten zu konzentrieren und so den dringend benötigten Nachwuchs im Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ aufzubauen“, sagte Fregattenkapitän Per Fritz Weiler, Kommodore des Verbandes in Nordholz.
Gemeinsam mit der Fregatte „Niedersachsen“ und der Deutschen Verbindungs- und Unterstützungsgruppe (DVUG) in Djibouti, ist die Einsatzgruppe P-3C Orion als Teil der EU Operation Atalanta am Horn von Afrika im Einsatz. Ihr Hauptauftrag ist der Schutz der Schiffe des World Food Programme (WFP) zur Sicherstellung der humanitären Hilfe für die somalische Bevölkerung.

„Der Rückgang der Piraterie am Horn von Afrika liegt auch daran, dass die Atalanta-Einheiten ein umfassendes Lagebild über See und von der somalischen Küste haben. Der deutsche Seefernaufklärer vom Typ P-3C trägt mit seinen Sensoren und seiner großen Reichweite wesentlich zu diesem Lagebild bei. Die hohe Qualität der Aufklärungsergebnisse basiert auf der Einsatzerfahrung und dem Engagement der Soldaten aus Nordholz, die hier am Horn von Afrika zum wiederholten Male eingesetzt sind“ sagte Fregattenkapitän Kurt Leonards, Chef des deutschen Einsatzkontingents Atalanta zur Begrüßung der Marineflieger aus Nordholz.

Einen ausführlichen Bericht über die deutschen Marineflieger finden Sie in der November-Ausgabe der FLUG REVUE, die noch bis 10. November am Kiosk zu haben ist.



Weitere interessante Inhalte
Vier Typen – Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten Die Flugzeugflotte der Marine

28.11.2017 - Der deutschen Marine stehen neben Schiffen auch verschiedenste Luftfahrzeuge zur Verfügung. Die Flotte erstreckt sich vom kleinen Turboprop über Mehrzweckhubschrauber zur U-Boot-Jagd bis hin zum … weiter

Schiffe und Flugzeuge suchen im stürmischen Südatlantik Internationale Hilfsaktion für verschollenes U-Boot

21.11.2017 - Bei der Suche nach dem vor einer Woche verschollenen, argentinischen U-Boot ARA San Juan hilft eine internationale Flotte von Schiffen und Suchflugzeugen. … weiter

Seefernaufklärer der Marine Lockheed Martin modernisiert deutsche P-3C Orion

03.11.2017 - In der zweiten Phase des P-3C Mission Refreshment Programms der Deutschen Marine erneuert Lockheed Martin unter anderem die Instrumentenflugfähigkeiten der acht Seefernaufklärer. … weiter

Rockwell Collins Flight2-Avionik für griechische P-3 Orion

24.10.2017 - Rockwell Collins wird das integrierte Avioniksystem Flight2 nun auch in den Lockheed Martin P-3 Orion der griechischen Marine installieren. … weiter

Piratenjagd vor Somalia P-3C der Marine erreichen 6000 Stunden bei EU-NAVFOR

05.10.2017 - Die deutschen Orion-Seefernaufklärer sind bei der Mission EU-NAVFOR von Dschibuti aus nun über 6000 Stunden geflogen. … weiter


FLUG REVUE 06/2018

FLUG REVUE
06/2018
14.05.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- ILA AKTUELL: Die Highlights in Berlin
- Alexander Gerst: Die zweite Mission
- Aircraft Interiors: Sitze zwischen Leichtbau und Luxus
- Überschall ohne Knall: Skunk Works bauen X-Plane
- Flughafen München: Angriff auf Frankfurt