02.12.2015
FLUG REVUE

Projekt soll bis 2020 realisiert werdenSchweiz baut Betriebszeiten des Luftpolizeidienstes aus

Die Schweizer Luftwaffe will bis Ende 2020 einen Luftpolizeidienst rund um die Uhr sicherstellen. Mehrkosten von 30 Millionen Franken pro Jahr werden erwartet.

F-18D Hornet Schweiz

Die Schweizer Luftwaffe will ihre F-18 länger für Luftpolizeieinsätze bereithalten (Foto: Schweizer Luftwaffe).  

 

Der erste Schritt hin zu diesem Ausbau wird nach jüngsten Informationen im Januar 2016 getätigt. Während 50 Wochen stehen zwei Flugzeuge an Wochentagen von 8 bis 18 Uhr bereit. 2017 wird diese Präsenz dann auf 365 Tage ausgebaut. Ab 2019 werden die Jets von 6 bis 22 Uhr bereitstehen und Ende 2020 erfolgt dann der Ausbau auf 24 Stunden während 365 Tagen.

Die beiden Flugzeuge werden für „Hot Missions“ und „Live Missions“ eingesetzt. Bei ersteren handelt es sich um Einsätze wegen Luftfahrzeugen, die die Lufthoheit der Schweiz oder die Luftverkehrsregeln in schwerwiegender Weise verletzen. Die „Live Missions“ hingegen sind stichprobenweise Kontrollen von Staatsluftfahrzeugen, welche für das Überfliegen der Schweiz eine diplomatische Freigabe (Diplomatic Clearance) benötigen.

Hauptstandort für das Projekt Luftpolizeidienst 24 ( LP24) ist der Militärflugplatz Payerne. Während der dortigen Pistensperre wird entweder ab Emmen oder ab Meiringen geflogen. Für den Vollausbau Ende 2020 werden rund 100 zusätzliche Stellen bei Luftwaffe, Logistikbasis der Armee und Führungsunterstützungsbasis benötigt.

Das Projekt Luftpolizeidienst 24 (LP24) geht auf eine Motion von alt Ständerat Hans Hess (FDP/OW) aus dem Jahr 2009 zurück. Darin fordert er eine erhöhte Bereitschaft im Luftpolizeidienst auch ausserhalb der normalen Arbeitszeiten.



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