29.11.2012
FLUG REVUE

Tiger: Verlegung nach Afghanistan in den nächsten Tagen

Bei einem feierlichen Appell des Kampfhubschrauberregiments 36 in der Fritzlarer Georg-Friedrich-Kaserne sind 65 Soldaten feierlich in den Auslandseinsatz verabschiedet worden.

Tiger Fritzlar

Das Kampfhubschrauberregiment 36 schickt vier Tiger nach Afghanistan (Foto: Heer).  

 

Die Heeresflieger werden in den nächsten Tagen nach Afghanistan verlegen und dort mit vier Unterstützungshubschraubern Tiger die Truppe verstärken. Die Einsatzbereitschaft soll bis Ende Februar 2013 hergestellt sein. 

Unter der Leitung des stellvertretenden Regimentskommandeurs, Oberstleutnant Dieter Heer, präsentierten sich die angetretenen Soldaten neben ihrem Waffensystem den rund 200 Angehörigen und Gästen aus Politik und Wirtschaft. 

In seiner Rede unterstrich Heer die bevorstehenden Herausforderungen und zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass sich die Soldaten im Einsatz bewähren werden. Er betonte, dass der Einsatz der Tiger die Sicherheit der eigenen Bodentruppen erheblich erhöhen werde. 

Die Hauptaufgabe der Tiger des Kampfhubschrauberregiments 36 aus Fritzlar soll zunächst die Aufklärung aus der Luft sein. Des Weiteren können die Tiger Feuerunterstützung für Soldaten am Boden leisten. Zum einem heißt das Konvoischutz und Überwachung von Patrouillen, zum anderen aber auch bewaffnete Begleitung anderer Luftfahrzeuge.

Verlegt werden Maschinen des Ausrüstungstandes ASGARD-F, welche für den Afghanistaneinsatz optimiert sind. Diese spezielle Konfiguration umfasst unter anderem den ballistischen Schutz gegen Beschuss vom Boden sowie Sandfilter für die Triebwerke.

Parallel zur Verlegung der Unterstützungshubschrauber Tiger machen sich Mehrzweckhubschrauber NH90 der Heeresflieger bereit. Diese sollen dem Tiger im Frühjahr 2013 nach Afghanistan folgen. Kern der NH90-Mission am Hindukusch wird die luftgestützte Rettung von Verwundeten (Foward Air Medical Evacuation) sein.

Eine Rotte des Transporthubschrauberregimentes 10 aus Faßberg, bestehend aus einem NH90 als Rettungsflieger und einem NH90 als bewaffnetem Begleit-Luftfahrzeug, wird den ständigen Bereitschaftsauftrag gewährleisten. Zwei weitere NH90 dienen vor Ort als technische Reserve.

 



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