06.06.2011
FLUG REVUE

Tornados testen bei Green Flag East neue Ausrüstung

Crews der Jagdbombergeschwader 32 und 33 setzten bei der jüngst abgeschlossenen Hochwertübung Green Flag East 2011 den Datenfunkdemonstrator ICU und Ferngläser ein.

Tornado Green Flag East

Die Luftwaffe nahm mit acht Tornados an Green Flag East 2011 teil (foto: Luftwaffe/I. Bicker).  

 

Insgesamt acht Tornados wurden über den Atlantik auf die B-52-Basis in Barksdale, Louisiana, verlegt. Vier davon waren mit der so genannten ICU (Interface Computer Unit) ausgerüstet. Herzstück ist hierbei ein Computer, der mit dem sogenannten Improved Data Modem (IDM) digitale Nachrichten über das luftfahrzeugeigene Funkgerät mit den entsprechenden Gegenstellen am Boden austauschen kann.

Auf diese Weise übertragene Koordinaten können zusammen mit der eigenen Position des Luftfahrzeuges und weiteren taktischen Informationen direkt auf einer digitalen Karte eingeblendet werden. Im Vergleich zu einer gesprochenen Übermittlung reduziert sich die Datenübertragung so auf den Bruchteil einer Sekunde und schließt zusätzlich die Gefahr von Missverständnissen nahezu aus.

Die auf Touch-Screen ausgelegte Bedienoberfläche der ICU wurde in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen verschiedener - in Zusammenarbeit mit dem Systemunterstützungszentrum Kampfflugzeuge begleiteten - Untersuchungsvorhaben kontinuierlich an die operationellen Bedürfnisse der Besatzung angepasst.

Das deutsche Kommando hatte zudem zehn Laser Designator Pods (LDP) in die USA mitgebracht. Mit Hilfe neuer Videodownlink-Sendemodule wird den Forward Air Controllern (FAC) am Boden die Möglichkeit gegeben, die aktuell anvisierte Position über spezielle Empfangsgeräte „mit den Augen“ der Besatzung zu sehen. Auf diese Art lässt sich über wenige korrigierende Absprachen zwischen FAC und WSO (Waffensystemoffizier) in kurzer Zeit der Fokus auf das richtige Ziel steuern.

Um neben dem WSO auch die Übersicht des Piloten zu verbessern, wurden bei Green Flag East 2011 erstmals bildstabilisierende Ferngläser im vorderen Cockpit eingesetzt. Aufgrund der geflogenen Höhen sind vom FAC beschriebene Details aus dem Cockpit meist nur noch mit einem solchen Hilfsmittel zu erkennen.



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