11.07.2017
FLUG REVUE

Langstrecken-Fallschirmeinsatz über dem AtlantikUSAF rettet deutsche Segler aus Seenot

Bei einem Langstrecken-Rettungseinsatz sind Froschmänner der US Air Force am 8. Juli auf dem Atlantik zwei deutschen Seglern zu Hilfe gekommen, von denen einer schwere Brandverletzungen erlitten hatte.

USAF Pararescue Airmen C-130

Per Fallschirm eilten fünf Froschmänner der US Air Force zwei verunglückten deutschen Seglern im Atlantik zu Hilfe. Foto und Copyright: USAF  

 

Die Fallschirmspringer des 920th Rescue Wing von der Patrick Air Force Base aus Florida waren über die US-Küstenwache alarmiert worden, nachdem die verunglückten Segler sich nach einem Brand auf ihrer Segeljacht in ihre Rettungsinsel hatten flüchten müssen. Per Satellitentelefon hatten sie noch ein deutsches Seerettungszentrum in Bremerhaven alarmieren können, das wiederum die US-Behörden einschaltete.

Lockheed HC-130 King bei Luftbetankung

Nur per Luftbetankung erreichten die beiden Rettungshubschrauber, welche die Schiffbrüchigen abholten, die Küste von Florida. Foto und Copyright: USAF  

 

Wegen der entlegenen Unglücksposition, knapp 1000 Kilometer östlich der amerikanischen Küste im Atlantik, konnte nur die US Air Force schnell genug mit Fallschirmspringern eingreifen. Insgesamt vier Luftfahrzeuge und 80 Mann Besatzung waren an dem Rettungseinsatz beteiligt. Zunächst sprangen fünf Froschmänner mit medizinischem Material aus einer HC-130P/N "King" ab und leisteten erste Hilfe. 

Frachter Nord Nightingale Singapur

Der Frachter Nord Nightingale aus Singapur half bei der Rettungsaktion, indem er seinen Kurs änderte, um die geretteten Schiffbrüchigen und die Froschmänner aufzunehmen. Anschließend holten Rettungshubschrauber die deutschen Segler von Bord ab. Foto und Copyright: US Air Force  

 

Danach luden sie die beiden Schiffbrüchigen von deren Rettungsinsel auf den herbeigeeilten Frachter Nord Nightingale aus Singapur um. Von diesem Frachter nahmen zwei HH-60G Pave Hawk-Hubschrauber anschließend die Verunglückten auf und brachten sie, nach einer Luftbetankung durch eine weitere HC-130, in ein Krankenhaus in Orlando, Florida.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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