21.12.2017
FLUG REVUE

Mietvertrag verlängert Heron 1 fliegt weiter in Mali und Afghanistan

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr hat die Verträge zum Einsatz des unbemannten Aufklärungsflugzeugs Heron 1 in Mali und Afghanistan mit der Firma Airbus Defence & Space Airborne Solutions verlängert.

Heron 1 Mali Wartung

Der IAI Heron 1 der Luftwaffe wird auch in Mali von zivilen Technikern auf den Einsatz vorbereitet (Foto: Bundeswehr/Schinn).  

 

Für Mali wird der unterbrechungsfreie Weiterbetrieb durch eine Vertragsverlängerung in Form eines Änderungsvertrages und für Afghanistan durch Auslösen der vertraglich vereinbarten Verlängerungsoption sichergestellt. Die Kosten für beide Verlängerungen belaufen sich auf insgesamt rund 68 Millionen Euro. Zuletzt war der Afghanistan-Vertrag vor einem Jahr verlängert worden.

Da der Bundestag die Einsätze der Bundeswehr bei MINUSMA und Resolute Support zunächst nur bis Ende April 2018 verlängert hat, gibt es eine Kündigungsoption im Vertrag. „Sollte der Bundestag einen Einsatz nicht verlängern, können wir den jeweiligen Vertrag vorzeitig kündigen.“, so Michael Engelmann, Erster Direktor im BAAINBw.
 
Die Heron 1 wird seit 2016 von der Bundeswehr in Mali eingesetzt und bereits seit 2010 in Afghanistan, wo das Aufklärungsmittel schon mehr als 35.000 Flugstunden erfolgreich absolviert hat.

Die Heron 1 fliegt im Rahmen eines so genannten Betreibervertrags. Die Piloten und Bildauswerter der Bundeswehr müssen nur den Flug planen und überwachen. Bereitgestellt, gestartet und gelandet wird der Heron vom Dienstleister Airbus Defence & Space Airborne Solutions in enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller Israeli Aerospace Industries. Auch die Logistik und etwaige Reparaturen sind durch das BAAINBw vertraglich geregelt und müssen nicht von deutschen Soldatinnen oder Soldaten erbracht werden.



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