24.04.2018
FLUG REVUE

Airbus Helicopters und SchiebelCamcopter-UAV wird aus H145 kontrolliert

Airbus Helicopters und Schiebel haben mit der H145 und dem unbemannten Hubschrauber Camcopter S-100 den Verbundeinsatz bemannter und unbemannter Luftfahrzeuge (Manned-Unmanned Teaming, MUM-T) getestet.

H145 und Schiebel Camcopter 2018

Airbus Helicopters und Schiebel testeten die Kontrolle des UAVs aus dem Hubschrauber H145 heraus (Foto: Airbus Helicopters).  

 

Die beiden Luftfahrzeuge absolvierten verschiedene Einsatzszenarien und spürten unter anderem versteckte Objekte an Orten auf, die für klassische Hubschrauber unzugänglich sind. Der S-100 wurde von einem Bediener an Bord der H145 geführt. Während der Flüge übergab der Pilot die Steuerung des unbemannten Hubschraubers zeitweise an eine Bodenstation, um einen Tankstopp des bemannten Hubschraubers zu simulieren.

Bei den Tests erreichten Airbus Helicopters und Schiebel die gemäß MUM-T-Einstufung höchste Interoperabilitätsstufe LOI5. Gemäß dieser kann die bemannte Plattform die unbemannte sogar in der Start- und Landephase kontrollieren und steuern. Die niedrigste Stufe, LOI1, beschränkt sich auf den indirekten Empfang und/oder die Übertragung von Sensordaten des S-100 an die bemannte Maschine.

Bei den Tests galt es verschiedenste Herausforderungen zu meistern: Interferenzen bei der Datenübertragung, die elektromagnetische Verträglichkeit der unbemannten Plattform mit dem Hubschrauber und die Erweiterung der Hubschrauberarchitektur um ein vollständiges S-100-Missionsplanungs- und -steuerungssystems. Letzteres hat Schiebel bereitgestellt. Um die Mensch-Maschine-Schnittstelle zu optimieren, wird als Nächstes anhand der Flugtestergebnisse genau untersucht, wie stark die Besatzung während der Tests beansprucht wurde.

„Unser luftgestütztes MUM-T-Managementsystem wird eine hochinteressante Option für unsere gesamte Produktpalette inklusive NH90 NFH und Tiger und natürlich der H145M, weil es zusätzliche Einsatzmöglichkeiten bietet. Das Konzept eignet sich für Hubschrauber jeden Typs und kann mit jeder Art von unbemannten Plattformen interagieren, so auch mit dem neuen UAS VSR 700,“ erklärte Mark R. Henning, Programmleiter bei Airbus Helicopters.



Weitere interessante Inhalte
Fliegende Testlabore Die Forschungsflugzeuge des DLR

18.05.2018 - Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betreibt die größte zivile Flotte von Forschungsflugzeugen und -hubschraubern in Europa. Wir stellen die ungewöhnlichen Fluggeräte vor. … weiter

Harald Wilhelm kündigt Ausstieg an Airbus-Finanzchef geht 2019 mit Tom Enders

14.05.2018 - Harald Wilhelm, Finanzvorstand der Airbus Group, will 2019 gemeinsam mit Vorstandschef Tom Enders das Unternehmen verlassen. … weiter

Mehrzweckhubschrauber der US Army UH-72A-Flotte übertrifft 500000 Flugstunden

02.05.2018 - Die Lakota-Flotte des amerikanischen Heeres hat kürzlich 500000 Flugstunden überschritten. Der bei Airbus Helicopters in Columbus endmontierte Hubschrauber wird für eine eine Vielzahl von … weiter

Fast 30 Flugvorführungen ILA 2018 - Das Flugprogramm am Samstag

28.04.2018 - Vom Airbus A350-900 bis zur Bundeswehr-Luftparade: Fast 30 Vorführungen umfasst die Flugshow am ersten ILA-Publikumstag. … weiter

Hubschrauberausbildungszentrum der Bundeswehr Airbus H135-Flotte erreicht 100.000 Flugstunden

26.04.2018 - Airbus Helicopters und das Internationale Hubschrauberausbildungszentrum der Bundeswehr in Bückeburg feierten auf der ILA die 100.000 Flugstunden der 14 Schulungshubschrauber vom Typ H135. … weiter


FLUG REVUE 06/2018

FLUG REVUE
06/2018
14.05.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- ILA AKTUELL: Die Highlights in Berlin
- Alexander Gerst: Die zweite Mission
- Aircraft Interiors: Sitze zwischen Leichtbau und Luxus
- Überschall ohne Knall: Skunk Works bauen X-Plane
- Flughafen München: Angriff auf Frankfurt