20.04.2017
FLUG REVUE

Radpanzer Stryker mit TestmodulUS Army schießt Drohne per Laser ab

Das amerikanische Heer erprobt die Drohnenjagd per Licht. Ein Stryker-Radpanzer brachte jetzt erfolgreich die erste kommerzielle Elektro-Drohne zur Strecke.

US Army Zieldrohne nach Beschuss mit Laser

Nach dem Beschuss mit der Laserkanone wird die Drohne innerhalb weniger Sekunden flugunfähig und stürzt ab. Foto und Copyright: US Army  

 

Die US Army veröffentlichte Fotos eines Lasertests am 12. April, bei dem ein umgerüsteter "Stryker"-Radpanzer eine Drohne abwehrte. Die Drohne wurde durch den Laserstrahl über dem Testgelände Fort Sill in Oklahoma thermisch so stark beschädigt, dass sie abstürzte. Der Stryker war mit einem fünf Kilowatt starken "Mobile High-Energy Laser" (MEHEL) ausgerüstet worden. Der Laserstrahl erreiche einen Energiegehalt von umgerechnet bis zu sieben PS, meldete die US Army.

US Army Stryker mit fünf Kilowatt Laserkanone

Dieser Stryker-Radpanzer trägt versuchsweise statt der üblichen Kaliber .50-Bordkanone oder eines Mk-19-Granatwerfers an der Kommandantenluke einen MEHEL-Laser. Foto und Copyright: US Army  

 

Ein Operator an Bord des 16,5-Tonnen schweren Panzers erfasst etwaige Drohnen per Radar, kann sie mit einer Kamera visuell begutachten und dann den Laser auf die Drohne ausrichten. Zur Wahl stehen dann ein direkter Abschuss oder eine Störung der Drohnen-Funkverbindungen, um das unbemannte Luftfahrzeug handlungsunfähig und nicht mehr steuerbar zu machen.

Dabei lässt sich auch der Standort des Drohnenbedieners am Boden erfassen, so dass dessen Position anschließend per Artillerie beschossen werden kann. Der Laser wird aus bordeigenen Batterien gespeist, die der Panzer zuvor mit seiner Motorkraft aufladen muss. Im Rahmen der Übung wurden 50 Drohnen abgeschossen.

Die USA sondieren im Rahmen einer zehntägigen Übung die Gefahren, die von kommerziellen Drohnen in terroristischer Hand ausgehen könnten. In Syrien hatten IS-Terroristen umgebaute kommerzielle Drohnen bereits zur Aufklärung, für Propagandafilme und als Transportmittel von kleineren Sprengstoffmengen benutzt.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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