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Arianespace bringt "Albert Einstein" auf den Weg

Arianespace bringt "Albert Einstein" auf den Weg

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Acht Tage nach dem Start der "Volare-Mission" mit dem ESA-Astronauten Luca Parmitano hat die ESA ihren vierten Raumtransporter ATV auf den Weg zur Internationalen Raumstation gebracht.

Gestern um 23.52 Uhr MESZ (18.52 Uhr Ortszeit) ist das ATV-4 "Albert Einstein" an Bord einer Trägerrakete Ariane 5 ES vom europäischen Raumfahrtzentrum in Französisch-Guayana zur ISS gestartet. Astrium in Deutschland baut die Raumtransporter und hat zudem ein 3D-Kamerasystem konstruiert, das erstmals seit 2006 den Start einer Ariane 5 und die Separation des ATV von Bord der Rakete aus dokumentieren soll. Sterex (Stereo Experiment) ist ein vom DLR-Raumfahrtmanagement und der ESA gefördertes Projekt, das für den Mitflug an Bord verschiedener Trägerraketen entwickelt wurde und beim ATV-4-Start zum ersten Mal im Einsatz ist. Ein Beschleunigungssensor aktiviert das System; die Aufnahmen, die Speicherung und die Datenübertragung werden automatisch gesteuert. Die Kamera hat eine maximale Auflösung von 720 mal 576 Pixel (PAL) und liefert maximal 25 Bilder pro Sekunde.

Seit 2008 hat sich die ESA mit drei eigenen Raumtransportern - "Jules Verne" (2008), "Johannes Kepler" (2011) und "Edoardo Amaldi" (2012) - an Versorgungsflügen zur ISS beteiligt: Die Automated Transfer Vehicle (ATV) dienen als Frachter, Lager und Antriebssystem für die  400 Kilometer über der Erde kreisende Raumstation. ATV-4 Albert Einstein befördert mehr Trockenfracht als seine Vorgänger: 2,5 Tonnen Experimente, Ersatzteile, Lebensmittel und Kleidung für die Besatzung  der ISS. Hinzu kommen insgesamt 4,1 Tonnen Flüssigkeiten, darunter 100 Kilogramm Sauerstoff, Stickstoff und Luft, 570 Liter Trinkwasser, etwa 2,6 Tonnen Treibstoff für Bahnkorrekturen der ISS und 870 Kilogramm Treibstoff zum Nachtanken des Swesda-Moduls.

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