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Astronomie

Dem Big Bang ein Stück näher

Aus Daten des am 17. Juni 2013 abgeschalteten ESA-Weltraumteleskops Herschel haben Wissenschaftler jetzt raffinierte Verwindungen der Reststrahlung des Urknalls gefunden. Damit kamen sie der Aufdeckung der ersten Momente des Universums wieder ein Stück näher.

Ergänzt wurden die Herschel-Beobachtungen mit solchen eines Teleskops in der Antarktis. Die flüchtigen, nur schwer fassbaren Signale haben seit dem Urknall einen langen Weg in der Zeit zurückgelegt und dabei mehrfach Galaxienhaufen und Konzentrationen Dunkler Materie passiert. An diesen sogenannten Gravitationslinsen wurden sie mehr oder weniger stark abgelenkt, was parallel mit der Entdeckung von Gravitationswellen mit Hilfe des ESA-Satelliten Planck einhergeht.

Die kosmische Hintergrundstrahlung (CMB – Cosmic Microwave Background) hat sich rund 380.000 Jahre nach dem Big Bang regelrecht in den Sternenhimmel eingebrannt. Noch heute, rund 14,8 Milliarden Jahre später, können wir sie unter all den Radiowellen im Weltraum „sehen" – allerdings nur, wenn die entsprechenden Geräte in einem Temperaturbereich von 2,7 Grad über dem absoluten Nullpunkt arbeiten. Winzige Abweichungen im Bereich von wenigen Zehntelmillionen Grad zeigen Dichteschwankungen des frühen Universums im Vergleich zu den heutigen Galaxien und Sternen. Eine äußerst präzise Temperaturkarte des uns umgebenden Weltraums lieferte ebenfalls Planck im März 2013. Beide Satelliten helfen somit, vor allem die sogenannte „Inflationsphase" des Universums besser zu verstehen, jene ersten Bruchteile von Sekunden nach dem Urknall, als das All sich rasend schnell ausdehnte und unvorstellbare Massenkollisionen ein Meer von Gravitaionswellen aussandten, die wir noch heute nachweisen können.

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