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Astronomiesatelliten beobachten die Rotation eines Schwarzen Loches

Astronomiesatelliten beobachten die Rotation eines Schwarzen Loches

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Der im Juni 2012 gestartete NASA-Satellit NuSTAR und das ESA-Satellitenteleskop XMM Newton haben Daten zur Erde geschickt, mit deren Hilfe erstmals Drehrichtung und Rotationsgeschwindigkeit eines Schwarzen Loches bestimmt werden konnten.

Zwei Millionen Mal schwerer als unsere Sonne ist das supermassive Schwarze Loch im Zentrum der Galaxis NGC 1365, und es dreht sich fast so schnell, wie es Einsteins Gravitationstheorie nur erlaubt. Das ermittelten Astronomen anhand der Beobachtungsergenisse des NASA-Satelliten NuSTAR (Nuclear Spectroscopic Telescope Array) und des ESA-Satelliten XMM-Newton. Beide ergänzen sich hervorragend für solche Forschungen, denn ihre Beobachtungsfelder decken das gesamte Spektrum der Röntgenstrahlung ab und überschneiden sich sogar in der Mitte des Spektrums.

Die Beobachtungen sind zudem eine Bestätigung für Einsteins Relativitätstheorie, die besagt, dass Gravitation die Raumzeit beugen kann, den Stoff, aus dem das Universum besteht und das Licht, das durch das All strahlt. "Wir können Material beobachten, wie es in ein Schwarzes Loch hineinstürzt. Dazu beobachten wir Röntgenstrahlen, die aus Bereichen sehr nahe des Schwarzen Lochs emittiert werden", berichtet Fiona Harrison, NuSTAR-Chefwissenschaftlerin vom California Institute of Technology in Pasadena.

Bislang war die Vermessung von Drehrichtung und Rotationsgeschwindigkeit von Schwarzen Löchern ziemlich ungenau, weil oft genug dichte Wolken aus Gas und Staub die Beobachtungsobjekte verdeckten. Dank der Ausnutzung der gesamten Bandbreite des Röntgenspektrums war es jetzt aber möglich, tiefer in diese Wolken "hineinzublicken". Es zeigte sich, dass die Strahlung von der Anziehungskraft des Massezentrums tatsächlich abgelenkt wird, womit man die Drehgeschwindigkeit zuverlässig bestimmen kann.

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