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NASA-Satellit Kepler entdeckt ersten erdähnlichen Planeten in einer habitablen Zone

Astronomen haben bei der Auswertung von Daten des NASA-Satelliten Kepler den ersten Exoplaneten entdeckt, der die Größe unserer Erde hat und zugleich in der habitablen Zone um seinen Zentralstern kreist.

Als habitable Zone bezeichnet man den Bereich um den Stern, in dem es auf umlaufenden Planeten flüssiges Wasser und damit die wichtigste Voraussetzung für die Entstehung von Leben gibt. Der Planet mit der Bezeichnung Kepler-186f wäre der Beweis dafür, dass es solche Planeten auch bei anderen Sternen außer unserer Sonne gibt. Das Kepler-186-System wurde im Sternbild Schwan, etwa 500 Lichtjahre entfernt, gefunden. Selbst wenn es dort Leben, vielleicht sogar intelligentes Leben gibt, wäre mit heutigen technischen Mitteln eine Kontaktaufnahme nicht möglich. In dieser Konstellation um den Stern, der etwa halb so groß wie die Sonne ist und zu den Roten Zwergen gehört, kreisen noch vier weitere Planeten. Rund 70 Prozent aller bekannten Sterne im Universum sind Rote Zwerge, so dass die Chancen am größten sind, in deren Nähe weitere erdähnliche Planeten zu finden.

Kepler-186f umkreist seine Sonne einmal in 130 Tagen und erhält von ihr etwa ein Drittel der Energiemenge, welche die Erde von unserer Sonne bekommt. Die größte Tageshelligkeit dort entspricht etwa jener etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang auf der Erde. Die vier übrigen Planeten sind zu heiß, als dass auf ihnen Wasser in flüssiger Form existieren könnte. Dass der „Erdzwilling“ in einer habitablen Zone liegt, bedeutet aber nicht, dass er auch bewohnbar wäre, denn wir wissen nichts über die Zusammensetzung seiner Atmosphäre.

Alle bisher in habitablen Zonen gefundenen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems waren mindestens 40 Prozent größer als die Erde. Mit Hilfe künftiger Satelliten wie TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) und dem James Webb Space Telescope wollen NASA-Wissenschaftler die unserer Sonne am nächsten liegenden Gesteinsplaneten genauer untersuchen und feststellen, ob dort Leben möglich wäre.

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