04.10.2014
FLUG REVUE

ESA-Astronaut steigt ausAußenbordeinsatz für Alexander Gerst

ESA-Astronaut Alexander Gerst hat vier Monate in der relativen Sicherheit der Internationalen Raumstation verbracht. Nun wird er sich am 7. Oktober 2014 in den offenen Weltraum wagen und gemeinsam mit NASA-Astronaut Reid Wiseman einen siebenstündigen Außenbordeinsatz unternehmen.

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Alexander Gerst zeigt an, dass beim Test des Raumanzuges alles in Ordnung war. © ESA  

 

Hauptaufgabe wird sein, eine defekte Kühlpumpe, die während eines vorherigen Außenbordeinsatzes (EVA – Extravehicular Activity) anderer Raumfahrer an einem provisorischen Ort angebracht wurde, an ihren finalen Bestimmungsort zu transportieren. Gerst und Wiseman werden danach ein Aggregat installieren, das es erlauben wird, den Roboterarm der Station mit Strom zu versorgen, selbst dann, wenn der Arm an eine neue Stelle verbracht wird. Bevor die Astronauten die Station durch die Quest-Luftschleuse gegen 14:10 Uhr MESZ verlassen, werden sie zwei Stunden lang reinen Sauerstoff atmen, um den Stickstoffanteil im Blut zu reduzieren – ähnlich wie das Tiefseetaucher tun.

Die beiden „Aussteiger“ werden gemeinsam arbeiten. Zunächst wird Reid Wiseman den endgültigen Lagerort der Pumpe vorbereiten, während Alexander Gerst sie von ihrer aktuellen Position abmontieren und herübertransportieren wird. Anschließend wird Wiseman mit der zweiten Aufgabe beginnen, der Installation des Stromaggregats für den Roboterarm. Das Duo wird die Kühlpumpe an ihrem Bestimmungsort fixieren und anschließend gemeinsam am Roboterarm arbeiten.

Außenbordeinsätze sind sorgfältig choreographiert und bedürfen einer akribischen Planung und einer perfekten Koordination zwischen den Astronauten und den Kontrollteams am Boden. Der Ausstieg wird der 27. US-amerikanische Außenbordeinsatz an der ISS sein. Reid Wiseman hat das Rufzeichen EV1 und trägt einen Raumanzug mit roten Streifen, während Alexander Gerst auf das Rufzeichen EV2 hört und einen Anzug ohne Streifen trägt.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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