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Cassini beobachtet Gezeitenkräfte des Saturn

Cassini beobachtet Gezeitenkräfte des Saturn

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Die NASA-Raumsonde Cassini hat herausgefunden, dass die Intensität der Wasser- und Eisgeysire auf dem Mond Enceladus von dessen jeweiligem Abstand zum Planeten abhängt. Die Beobachtungen ergaben vorhersagbare, starke Fontänen am Südpol des Mondes, womit sich die Annahme erhärtet, dass sich unter der dicken Eiskruste ein flüssiger Ozean befindet.

„Diese Jets auf Enceladus arbeiten offensichtlich wie verstellbare Düsen an einem Gartenschlauch", sagte Matt Hedman, Teamwissenschaftler von Cassini an der Cornell University in Ithaca, New York. „Sie sind beinahe geschlossen, wenn sich der Mond dem Planeten nähert und öffnen sich weit, wenn er fern vom Saturn ist." Cassini hatte die Ausbrüche von Wassereis und organischen Teilchen erstmals 2005 beim Vorbeiflug am Enceladus beobachtet, als diese aus engen Spalten, auch als „Tigerstreifen" bezeichnet, hervorschossen.

Die pulsierenden Geysire waren auch schon früher beobachtet worden, doch waren die Ursachen dafür noch nicht bekannt. Erst jetzt, bei der Auswertung von 200 Aufnahmen im infraroten Licht, stellte sich die Beziehung zwischen Stärke der Jets und Entfernung zum Mutterplaneten heraus. Diese Bilder waren zwischen 2005 und 2012 entstanden und ermöglichten so die Herstellung einer Langzeitfolge.

Die wissenschaftliche Hypothese, dass sich unter dem Eismantel des Mondes ein Ozean flüssigen Wassers befindet und die Tatsache, dass bei den Ausbrüchen auch organisches Material an die Oberfläche kommt, beflügelt seitdem die Phantasie der Wissenschaftler. Möglicherweise könnten sich unter diesen Bedingungen primitive Lebensformen entwickelt haben, denn flüssiges Wasser ist eine der allgemein anerkannten Bedingungen für die Entstehung von Leben.

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