16.10.2015
FLUG REVUE

Sechsmonatige MissionDer erste Nanosat-Technologieträger der ESA meldet sich zum Dienst

Der erste von der ESA beauftragte Nanosat-Technologiesatellit funktioniert einwandfrei und kann bald seine sechsmonatige Missionsphase beginnen.

GomX-3 ausgesetzt aus ISS, Oktober 2015

Der ESA-Technologieträger GomX-3 ist nur 10 x 10 x 30 Zentimeter groß. Er wurde zusammen mit dem noch kleineren AAUSAT5 von der Raumstation aus gestartet (Foto: ESA).  

 

GomX-3 wurde von Gomspace in Dänemark entworfen und für die ESA aufgebaut. Er wurde am 5. Oktober zusammen mit dem AAUSAT5 von einer Vorrichtung im japanischen Modul der Internationalen Raumstation ins All ausgestoßen.

Trotz seiner geringen Größe von 10x10x30 cm wird der Nanosatellit mit seinen miniaturisierten Drallrädern hochgenau gesteuert.

Eine Aufgabe von GomX-3 ist es, durch nach oben gerichtete Antennen die Funksignale von Telekommunikationssatelliten im geostationären Orbit zu erkennen, um ihre Gesamtübertragungseffizienz zu bewerten. Die Verarbeitungssoftware kann im Flug verändert werden, so dass der Empfänger neu konfiguriert und in äußerst flexible Weise verwendet werden kann.

Der Nanosatellit führt auch eine verkleinerte Version eines Senders mit, der auf der ESA-Proba-V Minisatelliten zum Herunterladen von Daten im schnellen X-Band-Funkfrequenzbereich fliegt.

GomX-3 wird darüber hinaus dazu benutzt, die ADS-B-Signale von Flugzeugen zu empfangen. Der 2013 gestartete Proba-V hatte die Durchführbarkeit der ADS-B Erkennung aus der Umlaufbahn bestätigt. Dies eröffnet die Aussicht auf ein globales Flugzeugüberwachungssystem auch in entlegenen Regionen, die nicht durch eine bodengestützte Luftverkehrskontrolle abgedeckt sind.



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