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Die Erde aus dem All: Santorini im Ägäischen Meer

Die Erde aus dem All: Santorini im Ägäischen Meer

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Klirrende Gläser in den Regalen der Lokale und ein Grummeln unter den Füßen - seit Januar 2011 regt sich der Boden unter dem Santorini-Vulkan. Meistens ist das kaum spürbar, aber ab und an merken die Bewohner, dass unter ihnen kleine Erdbeben den Archipel erschüttern.

Kreisrund liegt der von Wasser überflutete Vulkankrater im Ägäischen Meer. "Den Menschen vor Ort war bewusst, dass etwas mit dem Vulkan passierte - aber erst als wir unter anderem die Aufnahmen des Radarsatelliten TerraSAR-X sahen, wussten wir, dass sich geschmolzenes Gestein unter den Vulkan schob", berichtet die englische Wissenschaftlerin Dr. Juliet Biggs von der University of Bristol. Der Satellit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zeigt: Die gesamte Inselgruppe hebt sich nicht nur, sondern bewegt sich auch nach außen.

3600 Jahre ist es her, dass eine mächtige Explosion den großen Krater formte. Seitdem bildete sich in der Mitte dieses Beckens nach und nach ein neuer Ausbruchskanal - heute ragen dort die Kameni-Inseln aus dem Wasser. Zum letzten Mal brach der Vulkan 1950 aus, um anschließend zur Ruhe zu kommen. Umso erstaunter waren die Wissenschaftler aus Oxford und Bristol über die Erschütterungen, von denen Einheimische berichteten. An manchen Stellen hoben sich die Kameni-Inseln um acht bis 14 Zentimeter. Der Umfang des gesamten Kraters ist seit Anfang 2011 um rund 14 Zentimeter größer geworden. In der Auswertung der Radardaten zeigen Rot- und Gelbtöne, an welchen Stellen sich die Erde am stärksten hob. Die Hauptinsel Thira blieb offensichtlich von der Deformierung verschont und ist daher in Blautönen dargestellt.

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