22.06.2010
FLUG REVUE

Die Erde aus dem All - Das Arecibo-Observatorium

Spätestens seit dem James-Bond-Film "GoldenEye" mit Pierce Brosnan und dem Sci-Fi-Film "Contact" mit Jodie Foster ist das Radioteleskop südlich von Arecibo im Norden Puerto Ricos auch Nicht-Astronomen bekannt. Nun aber droht der Riesenschüssel aus Geldmangel das Ende.

Die Erde aus dem All: Arecibo

Sechs Millionen Dollar braucht das Teleskop im Jahr, sonst wird es stillgelegt. © GeoEye  

 

Das natürliche, schüsselförmige Tal wurde ab Sommer 1960 zu einem Radioteleskop mit nicht schwenkbarem Reflektor ausgebaut und am 1. November 1963 eingeweiht. Die Schüssel hat einen Durchmesser von 304,8 Metern und ist von drei großen Trägermasten umgeben. Die von diesen ausgehenden Drahtseile halten eine Plattform und einen Azimutarm, so dass Verstellmöglichkeiten möglich sind. Rund 200 Astronomen aus aller Welt nutzen jährlich die von der Cornell University im Auftrag der National Science Foundation betriebene Anlage, doch will die NSF das Teleskop spätestens Ende nächsten Jahres stilllegen, wenn sich bis dahin keine zahlungskräftigen Sponsoren finden. Gebraucht werden rund sechs Millionen Dollar pro Jahr, eine lächerliche Summe angesichts des gigantischen Haushaltsetats der USA.




FLUG REVUE 02/2018

FLUG REVUE
02/2018
08.01.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Letzte F-16 aus Fort Worth
- Insolvenz NIKI
- Die Neuen von Cessna
- Sea Lion für die Marineflieger
- Sparwunder Open Rotor
- Passagierjets ohne Piloten?
- Raumstation im Marsorbit?