09.12.2010
FLUG REVUE

DLR und NASA schließen bilaterales Rahmenabkommen

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA haben am 8. Dezember in Washington in einem Rahmenabkommen eine engere Zusammenarbeit auf bilateraler Ebene beschlossen.

DLR und NASA schließen bilaterales Rahmenabkommen

Blick auf die Nordhalbkugel des Mondes. © NASA/JPL  

 

Unterzeichnet wurde der Vertrag von NASA-Administrator Charles F. Bolden und dem DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner. Zusätzlich haben die Partner eine Kooperation zur gemeinsamen Erforschung des Mondes vereinbart, das so genannte Lunar Science Institute Agreement.

Das Rahmenabkommen umfasst die Zusammenarbeit auf allen relevanten Gebieten der Luft- und Raumfahrtforschung. Im Bereich der Raumfahrt stehen Erdbeobachtung und Forschung unter Weltraumbedingungen im Mittelpunkt, ebenso Raumflugbetrieb und Planetenforschung. Die Zusammenarbeit umfasst das gemeinsame Entwickeln von Raumfahrzeugen und Forschungsplattformen sowie das Betreiben von Forschungsraketen und -ballonen.

In der Luftfahrtforschung geht es insbesondere um computerbasierte Simulationen sowie um die Klimawirkungen des Luftverkehrs, wozu abgestimmte Einsätze und Missionen von Forschungsflugzeugen stattfinden sollen. Auf dem Gebiet der Flugführungssysteme ist eine enge Kooperation mit dem AMES Research Center der NASA geplant. Außerdem sieht die Vereinbarung den Austausch von Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Daten vor. Auch bei der Nachwuchsförderung soll künftig noch enger kooperiert werden. 

Ebenso bietet das neue Abkommen für Deutschland die Möglichkeit, erfolgreiche Entwicklungen der vergangenen Jahre - wie beispielsweise die Radartechnologie - weiterzuführen. So soll TanDEM-L, eine mögliche Folgemission zu TanDEM-X, unter anderem durch die Messung der weltweiten Biomasse einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

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MG


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