08.04.2016
FLUG REVUE

Versorgungsmission zur ISSDragon-Kapsel bringt aufblasbares Modul ins All

Mit dem am Freitagabend startenden Versorgungsflug wird auch das Bigelow Expandable Acitivity Module (BEAM) für Tests zur Internationalen Raumstation ISS gebracht.

Aufblasbares Modul BEAM von Bigelow Aerospace

Das aufblasbare Wohmodul BEAM wird zwei Jahre an der ISS getestet. Foto und Copyright: Bigelow Aerospace  

 

Am Freitagabend um 22.43 Uhr soll von Cape Canaveral aus eine Falcon-9-Rakete der US-Raumfahrtfirma SpaceX mit einer Dragon-Kapsel Richtung ISS starten. Es ist der erste Frachtflug von SpaceX seit Juni 2015, als eine Falcon 9 kurz nach dem Start explodierte. Neben wissenschaftlichen Experimenten und Versorgungsgütern für die Besatzung befördern Falcon 9 und die Dragon-Kapsel dieses Mal auch eine ganz besondere Fracht: das aufblasbare Modul BEAM von Bigelow Aerospace.

BEAM ist eine Demonstrator für ein bewohnbares Modul für Expeditionen ins All. Es besteht aus zwei metallenen Trennwänden, einer Aluminium-Struktur und mehreren Schichten aus kevlarverstärktem Gewebe. BEAM wiegt rund 1360 Kilogramm. Im nicht-aufgeblasenen Stadium hat es zudem ein verhältnismäßig kleines Packmaß von 2,16 auf 2,36 Metern.

Nach seiner Ankunft wird BEAM mit dem robotischen Canadarm 2 am Tranquility Node der ISS festgemacht, mit Luft gefüllt und entfaltet sich auf 4,14 mal 3,2 Meter. An der ISS angedockt wird es während einer zweijährigen Testphase untersucht. Astronauten sollen sich drei bis vier Mal pro Jahr in das Modul begeben, Messungen vornehmen und BEAM auf Schäden durch Mikrometeoriten oder Weltraumschrott untersuchen.

www.flugrevue.de/Ulrike Ebner


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