22.12.2018
FLUG REVUE

Lander InSightErkundung des Marsinneren beginnt

Mit der Plazierung des Seismometers vor dem Marslander kann die Erkundung des Planeteninneren beginnen. Das teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit.

InSight auf dem Mars

Zum ersten Mal ist InSight nach seiner Landung auf dem Mars vollständig abgebildet. Zu sehen sind die Solarmodule und die Plattform, auf der sich seine wissenschftlichen Experimente und eine Antenne befinden. Foto und Copyright: NASA/JPL-Caltech  

 

Erste Bilder des am 20. Dezember 2018 ausgesetzten Seismometers SEIS zeigen das Instrument in 1,64 Metern Entfernung vor dem Lander. SEIS wurde unter der Leitung der französischen Raumfahrtagentur CNES gebaut und dient der detaillierten Untersuchung der Bodenbewegung des Planeten. Diese werden von Marsbeben oder Meteoriteneinschlägen hervorgerufen.

Mit der Analyse dieser Bewegungen durch verschiedene Bodenschichten hindurch lässt sich so nach Angaben des DLR-Planetenforschers Dr. Martin Knapmeyer die Tiefe der Schichten ableiten. Damit können Aussagen über die Bodenbeschaffenheit getroffen werden. Nach ersten Tests wird das Seismometer im Januar mit einer Haube abgedeckt werden, um das Instrument vor Wind und Temperaturschwankungen und die empflindlichen Sensoren vor Störungen zu schützen.

Untersuchung des Marsboden in fünf Metern Tiefe startet Ende Januar

Ebenfalls im Januar soll die Wärmeflusssonde HP³ des DLR auf der Marsoberfläche plaziert werden, welche sich zur Zeit noch auf der Landeplattform von InSight befindet. Über mehrere Wochen hinweg wird sich die Sonde in den Untergrund hämmern, um anschließend in rund fünf Metern Tiefe Temperatur- und Wärmeflussmessungen durchzuführen. Dadurch erhoffen sich die Experten Schlussfolgerungen über die Aktivitäten im Inneren des Roten Planeten. 

Die Absetzstelle in 1,60 Metern Entfernung ist bereits ausgewählt. Wissenschaftler zeigen sich zufrieden über die Beschaffenheit des Bodens. In dem Arbeitsbereich des robotischen Arms sind bei der Analyse der Bilddateien keine Steine festgestellt worden. Der Untergrund lässt auf einen mit Sand gefüllten Meteoritenkrater schließen, vermutet der HP³-Wissenschaftler Dr. Matthias Grott. 

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Astrid Kuzia



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