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Erneute Katastrophe in Baikonur

Erneute Katastrophe in Baikonur

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Die Pannenserie in der russischen Raumfahrt reißt nicht ab. Schon wieder explodierte eine Proton-Rakete und schon wieder gingen bei dem Absturz drei Satelliten verloren.

Dieses Mal konnten die Fernsehzuschauer in Russland - und wenig später auch in der ganzen Welt - den Ablauf der Katastrophe sogar live am Bildschirm miterleben, denn die staatliche Raumfahrtagentur Roskosmos hatte den Start zur Direktübertragung freigegeben. Man war sich wohl sehr sicher, dass dieses Mal nichts passieren würde, doch weit gefehlt! Aus noch unbekannter Ursache neigte sich die Proton-M plötzlich aus der Aufstiegsbahn, flog eine kurze Zeit waagerecht und zerbrach schließlich aufgrund der enormen Kräfte, die auf sie einwirkten. Die abstürzenden Überreste explodierten wegen der randvollen Tanks in einem riesigen Flammenmeer, so dass man die Evakuierung umliegender Dörfer erwägt.

Auf dem Kosmodrom selbst kamen keine Menschen zu Schaden, auch technische Anlagen wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Allerdings litt wegen des Verlustes der Rakete und der drei an Bord befindlichen GLONASS-Navigationssatelliten vor allem wieder einmal das Prestige der russischen Raumfahrt. Erst im März 2012 hatte ein Nachrichtensatellit wegen einer Fehlfunktion der Rakete nicht die vorgesehene Umlaufbahn erreicht, im Dezember 2011 stürzte ein Meridian-Kommunikationssatellit wegen eines Defekts in der Sojus-Trägerrakete in die sibirische Tundra, und im Dezember 2010 waren schon einmal drei GLONASS-Flugkörper in den Pazifik gestürzt. Ursache war damals eine defekte Proton-Rakete, genau wie jetzt auch wieder.

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