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ESA-Weltraumteleskop

Letzter Befehl an Planck

Nach knapp viereinhalb Jahren, in denen es unermüdlich die Reststrahlung des Urknalls beobachtet und Sterne und Galaxien quer durch die Geschichte des Universums erforscht hat, wurde das Weltraumteleskop Planck der ESA nun abgeschaltet.

Die Missionskontrolleure im Raumflugkontrollzentrum der ESA in Darmstadt (ESOC) schickten heute Nachmittag den letzten Befehl an Planck und markierten damit das Ende der „Zeitmaschine" der ESA. Aufgabe des 2009 gestarteten Satelliten war die Erfassung der schwächsten Reststrahlung des Urknalls, der sogenannten kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung, die das Universum in seinem Zustand rund 380.000 Jahre nach dem Urknall veranschaulicht und Einzelheiten zu den Ursprungsbedingungen liefert, die zu dem Universum geführt haben, in dem wir heute leben.

Das Ende der Mission war im August eingeleitet worden, als der Satellit aus seiner Einsatzbahn um den L2-Punkt zwischen der Sonne und der Erde bugsiert und in eine entferntere langfristige Parkbahn um die Sonne befördert wurde. n den letzten Wochen wurde Planck mit den Abschlusstätigkeiten, in deren Verlauf sämtliche Treibstoffreste aufgebraucht wurden, und der Abschaltung des Sendegeräts auf seine endgültige Außerbetriebnahme vorbereitet.

Als ursprüngliches Ziel der Mission waren zwei vollständige Himmelsdurchmusterungen geplant. Tatsächlich konnten mit beiden Instrumenten fünf komplette Durchmusterungen vorgenommen werden, wobei das Niedrigfrequenzinstrument LFI Mitte August seine achte Durchmusterung des gesamten Himmels abgeschlossen hat. Plancks erste, den gesamten Himmel erfassende Aufnahme wurde 2010, der erste wissenschaftliche Datensatz 2011 herausgegeben. Das erste Bild der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung wurde im März 2013 veröffentlicht. Der nächste Satz an kosmologischen Daten wird für Anfang 2014 erwartet.

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