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ESA-Wissenschaftskonferenz rund um das Thema Umwelt und Klima

ESA-Wissenschaftskonferenz rund um das Thema Umwelt und Klima

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Experten aus aller Welt sind zum Symposium „Lebender Planet“ eingeladen, auf dem die neuesten Ergebnisse von Europas Satelliten und die Erfolge mehrerer anspruchsvoller Erdbeobachtungsinitiativen vorgestellt werden.

Auf der Veranstaltung, die vom 9. bis 13. September im Edinburgh International Conference Centre stattfindet, werden mehr als 1500 Wissenschaftler und Nutzer ihre jüngsten aus Satellitendaten gewonnenen Erkenntnisse zur Umwelt und zum Klima unseres Planeten präsentieren. Schwerpunkt wird die Vielseitigkeit der Erdforschungsmissionen der ESA sein. Die drei in der Umlaufbahn befindlichen Satelliten CryoSat, GOCE und SMOS haben in den letzten Jahren nicht nur neue Informationen über die Kryosphäre der Erde, ihr Schwerefeld und die Bodenfeuchtigkeit und den Salzgehalt der Ozeane geliefert, sondern nebenbei auch eine Reihe von Ergebnissen jenseits ihres jeweiligen ursprünglichen Umfangs erzielt.

Während CryoSat weiterhin Dicke und Ausdehnung von Meereis und kontinentalen Eismassen misst, hat der Satellit seine Fähigkeit gezeigt, das Profil von Landoberflächen und Binnengewässern zu bestimmen, Veränderungen des Meeresspiegels zu beobachten und sogar zur Kartierung der Topografie der Meeresböden beizutragen. Europas Schwerefeldmission GOCE hat genug Daten gesammelt, um das Schwerefeld der Erde mit bisher nie gekannter Genauigkeit zu kartieren. Wissenschaftler haben diese Daten jedoch außerdem genutzt, um eine Karte der Grenze zwischen Erdkruste und Erdmantel, der sogenannten Moho, zu erstellen. Die Mission SMOS zur Bestimmung der Bodenfeuchtigkeit und des Salzgehalts der Ozeane hat unser Verständnis des Wasserzyklus verbessert. Die Mission wird indes auch zur Messung der Dicke und Ausdehnung des arktischen Meereises genutzt und kann außerdem Windgeschwindigkeiten im Innern von Wirbelstürmen feststellen. Swarm, die nächste Erdforschungsmission, soll noch in diesem Jahr gestartet werden. Die Konstellation aus drei Satelliten soll Licht in einen der geheimnisvollsten Aspekte unseres Planeten bringen: sein Magnetfeld.

Während des Symposiums finden ferner Sondersitzungen zu den Programmen und Initiativen der ESA statt, darunter ihr Schlüsselbeitrag zur globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung, die kürzlich in „Copernicus" umbenannt wurde. Die Finanzierung dieses anspruchsvollen Programms wurde Anfang dieses Sommers gesichert, als das Europäische Parlament das Budget des mehrjährigen Finanzrahmens für den Zeitraum 2014–2020 abgesegnet hat. Copernicus stützt sich auf hauptsächlich von Erdbeobachtungssatelliten erfasste robuste Daten. Die ESA entwickelt zu diesem Zweck die Satelliten der Sentinel-Reihe, deren erste Exemplare im Verlauf des kommenden Jahres starten sollen.

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