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ESA-Wissenschaftsprogramm

Hauptauftragnehmer für CHEOPS-Satellit der ESA ausgewählt

Airbus Defence and Space ist Hauptauftragnehmer für CHEOPS (CHaracterising ExOPlanet Satellite), die erste Kleinmission im Rahmen des Wissenschaftsprogramms der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

Ziel der CHEOPS-Mission ist die Beobachtung von Planetentransits. Zu diesem Zweck werden bekannte Sterne, die von Planeten umkreist werden, mit hochpräziser Photometrietechnik untersucht. Bei der Überwachung der Helligkeit eines Sterns suchen die Wissenschaftler nach Zeichen des Transits eines Planeten, wenn dieser kurz vor seinem Stern vorbeizieht. So kann der Satellit den genauen Radius des Planeten ermitteln. Bei Planeten mit bekannter Masse lässt sich damit deren Dichte feststellen, wodurch sich Hinweise auf ihre innere Struktur, Formation und Evolution ergeben. Ein zweites Ziel ist, sogenannte „Golden Targets“ für eine tiefgehende Charakterisierung mit Hilfe von künftigen spektroskopischen Anlagen am Boden- (beispielsweise das European Extremely Large Telescope) und im Weltraum (James Webb Space Telescope) bereitzustellen.

CHEOPS ist die erste Kleinmission der ESA, die aus 26 anderen Vorschlägen ausgewählt worden war. Ein Merkmal dieser sogenannten S-Klasse-Missionen ist die volle Nutzung bekannter Technologien. Diese Flugkörper können mit einem geringen Budget und innerhalb kurzer Zeit verwirklicht werden, um mit hoher Flexibilität höheren wissenschaftlichen Ertrag zu versprechen. Der Satellit basiert auf der AstroBus-Familie von Airbus Defence and Space mit Niedrigkosten-Satellitenplattformen – wie auch beispielsweise Spot 6 & 7 oder KazEOSat-1. CHEOPS ist der neunte Satellit eines ESA-Programms nach Sentinel 5 Percursor und MetOp Second Generation.

Der Satellit wird zwischen 650 und 800 Kilometern Höhe auf sonnensynchroner Bahn mit einer Neigung von 98 Grad zum Äquator fliegen und eine geplante Lebensdauer von dreieinhalb Jahren haben. Das CIS-Bordinstrument (CHEOPS Instrument System), ein Teleskop mit 33,5 Zentimetern Durchmesser und eine äußerst leistungsfähige, rückseitig beleuchtete, ladungsträgergekoppelte Schaltung (CCD – Charge Coupled Device) wurden von der Universität Bern gebaut.

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