05.12.2014
FLUG REVUE

Radarsatellit der ESA für Copernicus-ProgrammHauptauftrag für Jason-CS geht an Airbus

Die ESA hat Airbus Defence & Space als Hauptauftragnehmer für die Entwicklung und den Bau des ersten Jason-CS/Sentinel-6-Satelliten ausgewählt.

Jason-CS Artist Dezember 2014

Jason-CS soll ab 2020 die Höhenveränderungen der Meeresoberflächen global vermessen (Illustration: Airbus Defence & Space).  

 

Jason-CS/Sentinel-6 ist eine Mission zur hochpräzisen Messung der Topographie der Meeresoberflächen.  Der Satellit wird den Abstand zur Meeresoberfläche auf wenige Zentimeter genau messen und in einem 10-Tages Rhythmus global kartieren.

Die sehr präzise Beobachtung der Höhenveränderungen der Meeresoberflächen gibt Aufschluss über den globalen Meeresspiegel, die Geschwindigkeit und Richtung von Meeresströmungen und die in den Ozeanen gespeicherten Wärme. Die gewonnen Messungen sind entscheidend für die Ozean-Modellierung und die Vorhersage des Anstiegs der Meeresspiegel.

Die Sentinel-6-Mission ist Teil des europäischen Erdbeobachtungsprogrammes Copernicus und wird die 1992 begonnene satellitengestützte Vermessung der Meeresoberflächen- fortsetzen. Der rund eine Tonne schwere Jason-CS/Sentinel-6-Satellit wird die Kontinuität der Messungen aus etwa 1300 Kilometern Höhe ab 2020 sicherstellen.

Der operationelle Betrieb während der 5,5 Jahre dauernden Mission wird durch EUMETSAT in Darmstadt überwacht und gesteuert. Der Satellit wird auf Grundlage des CryoSat-Programms entwickelt.

Wie für Cryosat, wird Airbus Defence and Space, Friedrichshafen, der Hauptauftragnehmer für das Weltraumsegment und leitet im Auftrag der ESA das Industriekonsortium. Thales Alenia Space-France (TAS-F) wird das Hauptinstrument bauen, ein Radarhöhenmesser, dessen Vorgänger bereits auf Cryosat-2 eingesetzt ist. Weitere Instrumente werden von NASA/JPL in USA gebaut und von NOAA, der amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration für die Jason-CS/Sentinel-6 Mission beigestellt.

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KS


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