11.10.2012
FLUG REVUE

Herschel entdeckt riesige Wassermengen im Universum

Der ESA-Astronomiesatellit Herschel hat im Sternbild Stier genügend Wasser entdeckt, um rund 2000-mal die irdischen Ozeane auffüllen zu können.

Die Vorkommen liegen in einer Region namens Lynds 1544, einer kalten Gas- und Staubwolke, die allgemein als Geburtort neuer Sterne angesehen wird. Mit dem Wasser sind hier alle "Zutaten" vorhanden, aus denen künftige Sonnensysteme wie das unsere entstehen können. Die Entdeckung von Wasser in molekularer Form ist bisher noch nie gelungen; stets fand man nur Wasserdampf oder Eis in winzigen Mangen nahe den Geburtsstätten neuer Sterne. Wissenschaftler haben aus der Menge flüssigen Wassers errechnet, dass in der Wolke die Gesamtmenge von etwa drei Millionen gefrorener Erdozeane sein müsste.

Die Wassermoleküle sind offenbar von starker kosmischer Strahlung gebildet worden und streben nun mit hoher Geschwindigkeit ins Zentrum der Wolke. Daraus leiten die Experten ab, dass ein Kollaps der Materie kurz bevor steht - ein neuer Stern wird geboren.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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