02.02.2013
FLUG REVUE

Herschel findet Überrraschung an TW Hydrae

Nur zehn Millionen Jahre alt und nur 176 Lichtjahre von uns entfernt gibt es den wohlbekannten Stern TW Hydrae, der eigentlich von Astronomen sehr gut erforscht worden ist. Dennoch gab er jetzt ein neues Geheimnis preis.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Experten hat der Stern trotz seiner Jugend bereits das Alter überschritten, aus dem sich innerhalb der ihn umkreisenden planetaren Staubscheibe Planeten hätten entwickeln müssen. Üblicherweise, so die Erfahrung, geschieht so etwas unmittelbar nach der Sternentstehung. Nach zehn Millionen Jahren müsste ein Stern dieser Größenklasse seine Umgebung bereits größtenteils vom Staub gereinigt haben, aus der er mit seiner großen Anziehungskraft Gas und Staub einfach verschluckt.

"Überraschenderweise fanden wir aber noch genügend Material, das für die Bildung von rund 50 Jupiter-großen Planeten reichen würde", sagt Edwin Bergin von der University of Michigan nach der Auswertung von Daten des ESA-Astronomiesatelliten Herschel. Diese ermöglichen dank der exakten Bestimmung der Menge an Deuterium eine weit genauere Massenbestimmung interstellarer Gas- oder Staubwolken, die üblicherweise die Basis für die Bildung von Planeten bilden.

Deuterium ist ein natürliches Isotop des Wasserstoffs, das im Atomkern neben einem Proton auch ein Neutron hat. Deshalb wird es auch als "Schwerer Wasserstoff" bezeichnet. Deuterium entstand unmittelbar nach dem Urknall und fusioniert später zu Helium. Die Masseverteilung von Deuterium im Universum ist daher wichtig für die Erklärung von Theorien zur Entwicklung des Weltalls.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
flugrevue.de/Matthias Gründer


Weitere interessante Inhalte
Oberstufentriebwerk für Ariane 6 Vinci besteht letzte Qualifizierungskampagnen

19.02.2018 - Insgesamt wurden mit dem wiederzündbaren Oberstufentriebwerk rund 140 Tests durchgeführt. … weiter

Bartolomeo Airbus entwickelt kommerzielle Nutzlastplattform für ISS

08.02.2018 - Die Plattform für Experimente wird Mitte 2019 an das europäische Columbus-Labormodul der Internationalen Raumstation angedockt. … weiter

ISS-Weltraumlabor Zehn Jahre Columbus

07.02.2018 - Am 7. Februar 2008 startete das europäische Forschungsmodul Columbus an Bord des Space Shuttle Atlantis zur Internationalen Raumstation ISS. Rund 1800 wissenschaftliche Experimente wurden bisher dort … weiter

Erweiterungssystem zur Satellitennavigation Airbus entwickelt EGNOS V3

29.01.2018 - Die europäische Raumfahrtagentur ESA hat Airbus als Hauptauftragnehmer für die Entwicklung von EGNOS V3 ausgewählt. Das satellitengestützte Erweiterungssystem nutzt erstmals GPS und Galileo. … weiter

Europäisches Satellitennavigationssystem Galileo wächst weiter

13.12.2017 - Am Dienstagabend hat eine Ariane 5 vier Galileo-Satelliten in den Orbit gebracht. Damit sind nun insgesamt 22 Satelliten im All - doch nicht alle sind funktionstüchtig. … weiter


FLUG REVUE 03/2018

FLUG REVUE
03/2018
05.02.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- A380 gerettet
- PC-24 zugelassen
- Wüstenparkplätze für alte Jets
- Navy-Teststaffel "Dust Devils"
- Hubschrauber-Triebwerke
- BER weiter verzögert