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Katastrophenhilfe: DLR übernimmt Vorsitz in der internationalen Charta

Katastrophenhilfe: DLR übernimmt Vorsitz in der internationalen Charta

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Im Notfall unbürokratisch helfen: Darum geht es den 15 Raumfahrtagenturen, die sich in der "International Charter Space and Major Disasters" zusammengeschlossen haben. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist seit Oktober 2010 Mitglied des weltweiten Verbundes und übernimmt am 16. April 2013 für sechs Monate den Vorsitz.

Nach verheerenden Naturkatastrophen oder technischen Großunfällen - wie beispielsweise dem Erdbeben auf Haiti im Januar 2010 oder dem Tsunami in Japan im März 2011 - unterstützen die Charta-Mitglieder die Einsatzkräfte im Krisengebiet so schnell wie möglich. Sie nutzen dazu Technologie aus dem Weltraum, denn Aufnahmen von Erdbeobachtungssatelliten vermitteln einen detailgenauen Eindruck vom Ausmaß der Schäden.

Das DLR trägt schon seit 2002 über die deutsche ESA-Mitgliedschaft zur Charta bei. Im Oktober 2010 wurde es elftes Vollmitglied. Das DLR-Raumfahrtmanagement arbeitet dabei eng mit dem Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) in Oberpfaffenhofen zusammen. Das ZKI stellt die Satellitendaten bereit und erfüllt im Wechsel mit anderen Charta-Partnern die wichtige "Ersthelfer"-Funktion. Das bedeutet, dass ein Einsatzkoordinator  rund um die Uhr verfügbar ist, falls etwas passiert.

Das DLR stellt für die Charta Erdbeobachtungsdaten der beiden deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X zur Verfügung. Diese Satelliten  können in kurzer Zeit sehr detaillierte Bilder aufnehmen, unabhängig von Wolken oder Tageslicht. In einigen Fällen unterstützt das DLR auch mit optischen Daten der RapidEye-Satelliten, zum Beispiel bei Waldbrandkatastrophen oder nach besonders großflächigen Ereignissen wie dem Tsunami in Japan 2011.

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