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Klimavorhersage:

La Nada macht’s den Forschern schwer

Der NASA-Klimaforschungssatellit Jason-2 vermisst unter anderem Veränderungen in der Meeresspiegelhöhe und stellte fest, dass es im Äquatorialbereich des Pazifiks seit 16 Monaten kaum Veränderungen gibt. Dieser Neutralzustand wird La Nada genannt und wird wohl noch bis zum Frühjahr 2014 andauern. „nada“ ist das spanische Wort für „nichts“ oder auch „Fehlanzeige“.

Dieses Bild wurde von Jason-2 am 27. August aufgenommen – im Pazifik herrscht La Nada. © NASA

„Eigentlich sind uns Erscheinungen wie ‚El Niño' oder ‚La Niña' lieber", sagt Klimatologe Bill Patzert vom Jet Propulsion Laboratory der NASA, „denn sie bestimmen deutlich die Wetterbedingungen in Herbst, Winter und Frühling." Als El Niño (kleiner Junge oder auch Christuskind) werden ungewöhnliche Strömungen im äquatorialen Pazifik bezeichnet, die vor allem um die Weihnachtszeit auftreten. Warmes Oberflächenwasser fließt nach Osten und bringt vor der Küste Südamerikas den Humboldtstrom und bald darauf auch den Fischfang zum Erliegen. Bei La Niña (kleines Mädchen) wiederum entwickelt sich eine außergewöhnlich kalte Strömung, die in Indonesien zur Abkühlung und starkem Regen, in Peru hingegen zu großer Trockenheit führt. „Diese Strömungsphänomene ermöglichen uns besonders langfristige Wettervorhersagen", so Patzert, „aber gegenwärtig können wir gar keine Prognosen abgeben. Das ist, als fahre man ohne Karte durch unbekanntes Gelände."

Dabei ist La Nada kein ungewöhnlicher Zustand: In den letzten Jahrzehnten herrschte rund die Hälfte der Zeit „Fehlanzeige", während in 20 Prozent der Jahre El Niño und in der restlichen Zeit La Niña beobachtet wurden. Wissenschaftler vermuten nun, dass in Phasen, in denen „Nichts" passierte, sowohl extrem nasse als auch trockene Winter herrschen. La Nada-Jahre sind also - klimatologisch gesehen - besonders launisch. Im Bild zeigen gelbe und rote Gebiete eine Erwärmung des Wassers an – der Meeresspiegel steigt. Bei Blau sinkt er, und grün ist normal – eben „La Nada".

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