13.11.2013
FLUG REVUE

ESA-Planetensonde ExoMarsLandekörper wird den Namen „Schiaparelli“ tragen

Das Landemodul der ESA-Planetenmission 2016 ExoMars wird zu Ehren des italienischen Astronomen Giovanni Schiaparelli (1835-1910) seinen Namen tragen. Schiaparelli wurde berühmt dafür, dass er im 19. Jahrhundert auf der Grundlage von Beobachtungen mit dem Teleskop die sichtbaren Formationen kartierte und ihnen Namen gab.

ExoMars

Im Jahre 2016 wird der Trace Gas Orbiter zum Mars gestartet werden und den Landekörper „Schiaparelli“ mitführen. © ESA  

 

Die beste Gelegenheit für gründliche Beobachtungen ergab sich während der sogenannten „Großen Opposition“ im Jahre, als sich Mars und Erde so nahe wie selten waren. Unter anderem fand er zahlreiche gerade verlaufende Linien, die er mit dem Wort „canali“ im Sinne von lange Rinne oder Vertiefung versah. Leider wurde dies später fehlerhaft ins Englische übersetzt (aus canals wurde channels), so dass viele Wissenschaftler noch bis weit in das 20. Jahrhundert hinein überzeugt wären, es handele sich um künstlich angelegte Kanäle – ergo müsse es vernunftbegabte Lebewesen auf unserem Nachbarplaneten geben.

Der Vorschlag für die Namensgebung kam von italienischen Wissenschaftlern, und die italienische Raumfahrtagentur ASI leitete ihn an die ESA weiter. Italien leistet von allen europäischen Mitgliedstaaten die größten Beiträge zum ExoMars-Programm. Der Lander wird im Jahre 2016 mit dem Trace Gas Orbiter in Richtung des Roten Planeten gestartet, während der Rover zwei Jahre später nachfolgen wird.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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