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Letzte ESA-Versorgungsmission zur ISS

ATV-5 dockt an die Raumstation an

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Am Mittwoch um 15.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit dockte der letzte europäische Raumtransporter ATV-5 "George Lemaître" punktgenau automatisch an der Internationalen Raumstation an.

Rund 40 Kilometer vor Erreichen der ISS wurde dafür die Kommunikation zwischen Raumstation und Transporter aufgenommen. 3,5 Kilometer vor der ISS wurde das Radar aktiviert, auf den letzten 250 Metern orientierte sich ATV-5 mit optischen Sensoren (je zwei  Laser-Entfernungsmesser und Videokameras), die ihm als Augen dienen und die Berechnung von Abstand, Geschwindigkeit und Winkel zum Koppelungselement ermöglichen.

Bei dem Manöver in 400 Kilometern Höhe hatte Astronaut Alexander Gerst nur eine Aufgabe: das Andockmanöver zu überwachen und im Notfall das automatische Verfahren abzubrechen.

Insgesamt transportierte das ATV mehr als 6,6 Tonnen Fracht ins All. Es warten unter anderem dichtgepackt Experimente wie der Schmelzofen EML (Elektromagnetischer Levitator), das DLR-Magnetfeldexperiment MagVector/MFX, Nahrung, Kaffee und Kleidung für die Astronauten, Treibstoff, Atemluft und Trinkwasser sowie eine Ersatz-Pumpe für das Wasseraufbereitungssystem des Forschungslabors Columbus auf ihre Entladung.

Mit dem ATV-5 hat zum letzten Mal ein europäischer Raumtransporter an der ISS angedockt. Mit dem ATV-Programm starteten seit 2008 insgesamt fünf Transporter ins All, die nicht nur für Nachschub auf der ISS sorgten und bei ihrer Rückkehr in die Erdatmosphäre den Müll der Raumstation entsorgen.

"Das ATV war auch immer sehr wichtig für Ausweichmanöver bei Weltraumschrott und bei der Bahnanhebung der ISS", sagt DLR-Programm-Manager Volker Schmid. Täglich verliert die ISS etwa 50 bis 100 Metern an Höhe – mit den Raumtransportern wurde sie mehrfach jeweils um einige Kilometer angehoben. Den Rekord hält hier ATV-2 "Johannes Kepler", das  die ISS im Jahr 2011 nach um nach um insgesamt 50 Kilometer angehoben hatte. Rund sechs Monate wird "Georges Lemaître" an der ISS angedockt bleiben – um dann anschließend bei seiner Rückkehr zur Erde auseinanderzubrechen und zu verglühen.

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