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Messung aus großer Entfernung

Rosetta-Komet verliert Wasserdampf

Vom Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, dem Ziel der aktuellen ESA-Mission Rosetta, verdampft bereits Wasser. Erste Messungen des Instrumentes MIRO an Bord der Raumsonde konnten das Gas nicht nur identifizieren, sondern auch die Menge bestimmen.

Obwohl sich der Schweifstern noch in den eisigen Tiefen des Weltalls befindet, entspricht die Wassermenge bereits zwei kleinen Gläsern pro Sekunde. Zum MIRO-Team gehören auch Forscher des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS). Am Institut wurde das Chirp Transform Spectrometer von MIRO entwickelt, welches einzelne Gase in der Umgebung des Kometen aufspürt und den aktuellen Fund ermöglicht hat. Der erste Nachweis des Wasserdampfes gelang dem MIRO-Team vor einigen Wochen am 6. Juni aus einem Abstand von 350.000 Kilometern. Der Komet war zu diesem Zeitpunkt noch 583 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Seitdem konnte das Instrument jedes Mal, wenn es in Betrieb und auf den Kometen gerichtet war, das Gas identifizieren.

Neben Kohlenmonoxid, Methanol und Ammoniak ist Wasser einer der wichtigsten flüchtigen Bestandteile eines Kometen. Nähert sich der Komet der Sonne, verdampfen diese Gase von seiner Oberfläche und speisen die so genannte Koma, eine Hülle aus Gas und mitgerissenem Staub. MIRO, das Mikrowellen-Instrument des Rosetta Orbiters, kann diese Gase identifizieren und ihre Produktionsraten bestimmen. Dafür analysiert das Instrument die Mikrowellenstrahlung, die von den Gasmolekülen ausgeht. Wasser und andere Stoffe hinterlassen in diesem Wellenlängenbereich charakteristische Fingerabdrücke.

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