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Ariane 5 und Ariane 6 – Astrium und ESA unterzeichnen neue Verträge

Das weltweit zweitgrößte Raumfahrtunternehmen und die Europäische Weltraumorganisation vereinbarten in drei Abkommen die Weiterentwicklung der Ariane 5 ME sowie des Nachfolgemusters Ariane 6.

Die ersten beiden Verträge sehen die Fortsetzung der Entwicklung der Trägerrakete Ariane 5 Midlife Evolution (A5ME) bis Ende 2014 vor (Umfang 106 Mio. Euro). Im Rahmen des Abkommens sollen auch Unterbaugruppen weiterentwickelt werden, die sowohl bei der Ariane 5 ME als auch bei der Ariane 6 zum Einsatz kommen, deren Studie im Mai 2013 von der ESA bestätigt wurde (278 Mio. Euro). Der dritte Vertrag ermöglicht den Beginn der Entwicklungsstudien für die Trägerrakete Ariane 6 auf Grundlage des im Juli ausgewählten Konzepts (30 Mio. Euro).

„Diese drei Verträge ermöglichen Astrium und seinen europäischen industriellen Partnern die Fortsetzung der bereits begonnenen Arbeit für die Entwicklung der Ariane 5 ME und für die Machbarkeitsstudie der Ariane 6, deren Design nun endgültig bestimmt ist", sagte Alain Charmeau, CEO von Astrium Space Transportation. „Die Definition von Synergien, durch die der von der Europäischen Weltraumorganisation geforderte Zeitplan eingehalten und die Reduktion der Herstellungskosten erreicht werden können, bestätigt die Kompetenz von Astrium als Hauptauftragnehmer für die Ariane-Trägerraketen."

Astrium wird nun die Definitions- und Machbarbarkeitsstudien für die zukünftige Trägerrakete Ariane 6 fortsetzen. Neben dem Konzept und der Architektur für die Ariane 6 sollen mit dieser Studie die Haupteigenschaften der Trägerrakete vor der industriellen Entwicklung in 2014 festgelegt werden. Für die Entwicklung der Ariane 5 ME indessen gibt es zwei Ziele: die Verbesserung der Trägerrakete durch die Steigerung der Nutzlastleistung im geostationären Transferorbit um zwei Tonnen bis 2018 und die Vorbereitung der Ariane 6. Zu den Gemeinsamkeiten beider Raketen zählt der Flüssigtreibstoffantrieb der Oberstufe und dabei insbesondere das Vinci-Triebwerk. Auch die Nutzlastverkleidung wird weitgehend identisch sein.

Im November 2012 hatten die Mitgliedstaaten der ESA die Fortsetzung des Programms Ariane 5 ME beschlossen. Während der Ministerratstagung in Neapel hatte die ESA entschieden, die Investitionen für die Definitionsstudien der neuen Trägerrakete Ariane 6 und für die Fortsetzung der Entwicklung der Ariane 5 ME zu sichern und die Suche nach Synergien zwischen den beiden zukünftigen Trägerraketen fortzusetzen. Die neuen Verträge sollen eine Entscheidungsgrundlage für die nächste, für Ende 2014 vorgesehene ESA-Ministerratskonferenz schaffen, auf der über die Fortführung der Entwicklung und Konstruktion der neuen europäischen Trägerrakete Ariane 6 abgestimmt werden soll.

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