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Mini-Ökosystem auf dem Weg ins All

Mini-Ökosystem auf dem Weg ins All

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Heute hat eine Sojus-Rakete den ersten Nachfolger der langjährigen russischen Forschungssatellitenreihe BION erfolgreich ins All befördert. BION-M1 ist um zwölf Uhr MESZ (16 Uhr Ortszeit) vom russischen Weltraumbahnhof in Baikonur gestartet und soll die Erde bis zum 19. Mai 2013 in einer Höhe von 575 Kilometern umrunden.

Wegen seiner Sonnensegel, welche die internen Batterien wieder aufladen, kann der auf biologische Experimente in Schwerelosigkeit spezialisierte Satellit nun länger und in einer größeren Höhe im Orbit bleiben als seine BION-Vorgänger, die zwischen 1973 und 1996 als Forschungsplattformen im All dienten. Zu den wissenschaftlichen Nutzlasten auf BION-M1 gehören auch zwei vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geförderte Vorhaben.

Für das Omegahab haben Biologen und Zoologen der Universitäten Erlangen und Hohenheim ein aus zwei Kammern bestehendes Aquarium entwickelt; ein künstliches Mini-Ökosystem, das in der Schwerelosigkeit als bioregeneratives Lebenserhaltungssystem mit eigenem Nährstoff- und Gasaustausch funktionieren soll. Nicht größer und schwerer als ein Getränkekasten ist der Experimentcontainer vier Wochen lang das Zuhause einer illustren Schicksalsgemeinschaft: der einzelligen Alge Euglena gracilis, auch Augentierchen genannt, der Wasserpflanze Hornblatt, von 40 Buntbarsch-Larven, mexikanischen Bachflohkrebsen und einigen Posthornschnecken.

Als weitere vom DLR-Raumfahrtmanagement geförderte Nutzlasten fliegen auf BION-M1 drei an deutschen Hochschulen entwickelte Picosatelliten mit. Die Berlin Experimental and Educational Satellites BeeSat-2 und BeeSat-3 stammen von Studenten der TU Berlin, SOMP-1 (Student's Oxygen Measurement Project) ist ein Projekt der TU Dresden. Die würfelförmigen Kleinsatelliten sind bei einer Kantenlänge von zehn Zentimetern rund ein Kilogramm schwer. Sie werden zwei Tage nach dem Start des Forschungssatelliten jeweils im Abstand von 16 Sekunden von BION-M1 getrennt.

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