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Mission Control der ESA

Startklar für die Swarm-Mission

Nach monatelangem Intensivtraining ist das Kontrollteam der Swarm-Mission im Europäischen Raumflugkontrollzentrum der ESA (ESOC) bereit für den für Freitag geplanten Start ins Weltall. Das Team wird das Trio aus Erdbeobachtungssatelliten behutsam durch die kritische Start- und frühe Orbitphase leiten, allzeit bereit, auf mögliche unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren.

Das Video zeigt die simultane Trennung der Satelliten von der Oberstufe der Rakete. Copyright: ESA/AOES Medialab

Am 22. November um 13.02 Uhr mitteleuropäischer Zeit werden die drei Satelliten an Bord eines Rockot-Trägers über dem russischen Plessezk 800 Kilometer nördlich von Moskau in den Himmel steigen. Ungefähr 91 Minuten später wird das Swarm-Trio in einer Höhe von 490 Kilometern in den Orbit geschossen. Auf diesen Augenblick hat das ESOC in Darmstadt seit Jahren mit akribischen Vorbereitungen und monatelangen Intensivtrainings hingearbeitet.

Das Swarm-Kontrollteam wird an seinem Arbeitsplatz, den Konsolen im Hauptoperationsraum des ESOC, gespannt darauf warten, dass die Satelliten die automatisierte Abfolge durchlaufen, zum Leben erweckt werden und ihre ersten Signale über Bodenstationen in Schweden und Norwegen an die Ingenieure zurückzusenden. Während der LEOP-Phase (Launch and Early Orbit) werden die Teams rund um die Uhr daran arbeiten, sämtliche Teilsysteme der Satelliten und ihre Nutzlasten zu überprüfen. Dazu zählt auch das am späten Abend des ersten Tages durchgeführte Ausklappen des Auslegers mit dem daran angebrachten Sensor.

Das Training des Kontrollteams nahm mehr als ein Jahr in Anspruch, wobei sich die letzten Monate besonders intensiv gestalteten. Während der Trainingseinheiten, die häufig 12 Stunden am Stück dauern, werden sämtliche Missionsphasen simuliert. Während einer solchen Simulation arbeiten die Ingenieure am echten Kontrollsystem, mit dem sie eine originalgetreue Softwarenachbildung des Swarm-Satelliten kontrollieren und fliegen. Diese reagiert in derselben Weise auf die Anweisungen des Teams wie später auch die Originalsatelliten. Die an der Mission teilnehmenden Experten setzen sich zusammen aus ESA-Mitarbeitern verschiedener Zuständigkeitsbereiche – darunter Flugdynamik, ESTRACK-Bodenstationen und Software Support – sowie Mitarbeitern des Swarm-Projekts und anderen Raumfahrt-Teams.

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