24.01.2013
FLUG REVUE

Mit dem Segelflugzeug ins Weltall

Experten des Dryden-Flugversuchszentrums der NASA auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien entwickeln und testen derzeit ein neues Startsystem für den Transport kleiner Nutzlasten in niedrige Erdorbits.

Unter der Bezeichnung Towed Glider Air-Launch Concept läuft das Projekt, das bei Machbarkeit nicht nur die Kosten eines Satellitenstarts enorm senken, sondern auch die Effektivität der Startoperationen enorm verbessern könnte. Der Grundgedanke besteht darin, ein bemanntes oder ferngesteuertes Segelflugzeug mit einem großen Transportflugzeug bis auf 12.000 Meter zu schleppen. Dem doppelten Rumpf des Gleiters wäre ein Satellitenträger untergehängt, der auf der Gipfelhöhe ausgeklinkt wird und nach dem Zünden seiner Triebwerke die Nutzlast ins Weltall transportiert. Nach dem Ausklinken soll der Gleiter wie ein normales Segelflugzeug zur Erde zurückkehren. Die Kosten für einen Start sollen um 25 Prozent unter denen liegen, die man heute für den Start einer konventionellen Trägerrakete bezahlt.

Derzeit wird ein Modell mit einer Spannweite von 7,3 Metern in Dryden für erste Erprobungsflüge vorbereitet, deren erster Mitte dieses Jahres erstmals fliegen soll. Als Schleppflugzeug kommt dabei eine DROID (Dryden Remotely Operated Integrated Drone) zum Einsatz. Sollte das System tatsächlich einmal realisiert werden, könnte als originaler Schlepper einer der beiden Shuttle-Transporter Boeing 747 SCA Verwendung finden.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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