15.08.2013
FLUG REVUE

NASA beendet Versuche zur Wiederbelebung von Kepler

Nach Monaten verschiedenster Tests hat es das Team des Flugbetriebs des Astronomiesatelliten Kepler aufgegeben, den Planetenfinder zur vollen Arbeitsfähigkeit zurückzuführen.

Nunmehr machen sich die Experten Gedanken darüber, welche Forschungen der Satellit unter den gegenwärtigen Betriebsbedingungen noch ausführen kann. Im Juli vergangenen Jahres war das erste der vier Drallräder ausgefallen, in diesem Mai das zweite. Damit ist es nicht mehr möglich, den Satelliten präzise auszurichten. Die Versuche der Ingenieure, wenigstens eines der Räder zu reaktivieren, blieben erfolglos. Zwar hatte Kepler seine Primärmission im November vergangenen Jahres erfolgreich abgeschlossen, doch war die Betriebszeit um vier Jahre verlängert worden.

„Kepler machte außerordentliche Beobachtungen bei der Suche nach Exoplaneten, einschließlich von Supererden in den habitablen Zonen* rings um ihrer Planeten“, resümierte John Grundsfeld, stellvertretender NASA-Administrator für das Wissenschaftsprogramm. „Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass er uns noch weitere Erkenntnisse liefern wird.“ Dafür hat die Bodenkontrolle am 8. August einen umfassenden Check aller Bordsysteme vorgenommen Danach wurde er wieder in den Ruhemodus versetzt, bis die Entscheidung über sein weiteres Arbeitsprogramm gefallen ist.

* Habitable Zonen sind jene Bereiche rings um Sterne, in denen die Temperaturen die Existenz flüssigen Wassers gewährleisten. Damit wäre auf dort kreisenden Planeten die Entstehung von Leben möglich.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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