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NASA-Mondsonde LADEE

Laserkontakt zur ESA-Bodenstation Teneriffa

Der NASA-Orbiter, der aktuell den Mond umkreist, hat aus einer Entfernung von 400.000 Kilometern Lasersignale an die Bodenstation der ESA auf Teneriffa gesendet. Die Datenübertragungsgeschwindigkeit war dabei um ein Vielfaches höher als es mit herkömmlichen Radiowellen möglich gewesen wäre. Damit ist ein entscheidender Durchbruch in der Weltraumkommunikation gelungen.

Die NASA-Sonde LADEE (Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer) war am 7. September gestartet worden und hatte die Umlaufbahn des Mondes im Oktober erreicht. Neben ihrer Aufgabe, Atmosphäre und Staub des Mondes zu erforschen, bekam sie außerdem einen neuen Laserterminal mit auf den Weg. Dieser neue Ansatz verspricht Datenübertragungsraten, die weitaus höher sind als die der traditionellen Radiowellen, die heute von Satelliten und Bodenstationen (einschließlich dem ESA-Funknetz ESTRACK) verwendet werden. Die ESA-Bodenstation auf den Kanarischen Inseln wurde erst kürzlich mit einem fortschrittlichen, in Dänemark und der Schweiz entwickelten Laserterminal ausgestattet, der mit Hilfe von stark fokussierten Strahlen mit der LADEE-Sonde kommunizieren kann. Nach den ersten zwei Kommunikationsabläufen mit der LADEE-Sonde am 26. Oktober und sechs weiteren in den darauf folgenden drei Tagen arbeitet das ESA-Team in Teneriffa an der Optimierung der Hardware – insbesondere für den Uplink – sowie an der Verbesserung sämtlicher Prozesse.

Wenn es darum geht, riesige Datenmengen von Raumfahrzeugen in den Umlaufbahnen der Erde, des Mondes oder weiter entfernterer Planeten auf die Erde herunterzuladen, könnten Laser auf nahinfraroten Wellenlängen die Kommunikationsmethode der Zukunft sein. Da Laserkommunikationseinheiten leichter und kleiner sind als die derzeit verwendeten Bordradiosysteme, könnten sie die Missionskosten senken und mehr Nutzlast für wissenschaftliche Bordgeräte schaffen.

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