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NASA-Mondsonden GRAIL

Neue Erkenntnisse über die Oberflächengestaltung des Mondes

Auf der Grundlage von Daten der beiden Zwillingssonden GRAIL (Gravity Recovery and Interior Laboratory) sowie des Lunar Reconnaissance Orbiters (LRO) erstellten NASA-Wissenschaftler eine neue Karte über die asymmetrische Verteilung der Einschlagbecken auf der Mondoberfläche.

LRO steuerte die topografischen Daten bei, während von den GRAIL-Flugkörpern die Angaben über Änderungen im Schwerefeld des Erdtrabanten stammen. Bekannt war bisher, dass die selbst mit bloßem Auge erkennbaren dunklen Flecken auf dem Mond große Becken sind, die vor rund vier Milliarden Jahren nach dem Bombardement von Asteroiden entstanden waren und sich danach mit Lava gefüllt hatten. Sowohl die Vorder- als auch die von uns aus nicht sichtbare Rückseite des Mondes sind dabei gleichmäßig getroffen worden, doch jetzt stellte sich heraus, dass beide Hemisphären unterschiedlich auf das Bombardement reagierten.

In der Vergangenheit gab es Unstimmigkeiten über die Größe dieser Einschlagbecken, denn immerhin war es möglich, dass die Lava auch über das eigentliche Impaktgebiet hinaus floss. Mit den GRAIL-Daten indessen gelang es nun, die betroffenen Areale viel präziser zu bestimmen. Zum häufigeren Vorkommen solcher „Mare" auf der Vorderseite gibt es die Theorie, dass wegen der größeren Vorkommen an Uran und Thorium hier ein stärkerer Vulkanismus herrschte. Noch heute ist es hier wärmer als auf der Mondrückseite. Einschläge in diese heißere, dünnere Kruste mussten zwangsläufig größere Narben hinterlassen als anderswo.

Auf der neuen Mondkarte sind nicht nur die Unterschiede in der Krustendicke sehr gut zu erkennen, sondern auch die Vorkommen an Olivinen, den sowohl auf der Erde als auch auf dem Mond am häufigsten vorkommenden Silikaten und gesteinsbildenden Mineralen. Je dünner die Kruste ist, desto häufiger treten solche Vorkommen auf.

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