12.11.2012
FLUG REVUE

NASA-Satelliten tragen den Namen James Van Allens

Am 30. August 2012 waren die Zwillingssatelliten RBSP gestartet worden (Radiation Belt Storm Probes). Jetzt taufte sie die NASA auf den Namen "James Van Allen".

Dass die Erde ein Magnetfeld hat, das praktisch vom flüssigen Eisenkern unseres Planeten ausgeht, war der Wissenschaft bereits länger bekannt. Warum es aber ständigen Veränderungen ausgesetzt ist, blieb lange ein Rätsel, bis der US-amerikanische Astrophysiker James Van Allen (7.9.1914 - 9.8.2006) 1958 mit Hilfe eines an Bord des Satelliten Explorer 1 installierten Geigerzählers die später nach ihm benannten Strahlungsgürtel um die Erde entdeckte. Dieses Feld besteht hauptsächlich aus Partikeln des Sonnenwindes und der kosmischen Strahlung, die vom Erdmagnetfeld eingefangen wurden und sich in zwei großen Ringen um unseren Planeten ziehen.

Seitdem haben zahlreiche Satellitenmessungen unser Verständnis dieses Phänomens vertieft, und die beiden jüngsten Raumflugkörper setzen diese Tradition fort. Eine Tradition ist es auch bei der NASA, Satelliten nach Beendigung der sogenannten "Kommissionsphase", also nach Abschluss aller Funktionschecks, Namen zu verleihen. Die Van Allen Probes sollen jetzt noch zwei Jahre lang sämtliche Bereiche der Strahlungsgürtel erforschen. Vor allem interessiert die Wissenschaftler, warum diese unter dem Einfluss des Sonnenwindes anschwellen oder schrumpfen, denn immerhin beeinflussen die extrem schnellen und energiereichen Teilchenströme auch die Arbeit von Satelliten.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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