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NASA-Saturnsonde

Cassini zeigt mögliche Geburt eines neuen Saturnmondes

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Jüngste Bilder der NASA-Sonde Cassini zeigen eine „Beule“ am A-Ring des Gasriesen Saturn. Wissenschaftler halten es für möglich, dass hier ein neuer Eismond entsteht.

Cassini am Saturn. Die Raumsonde Cassini im Saturnsystem. Copyright: NASA

Cassini sendete die Bilder erst kürzlich zur Erde, und die Wissenschaftler sind in heller Aufregung: Am äußersten Rand des Ringsystem, dem sogenannten A-Ring, scheint sich eine Sensation anzubahnen, denn offensichtlich findet hier eine Zusammenballung von Materie statt. Der A-Ring besteht größtenteils aus Eis, aber auch aus Felstrümmern verschiedener Größe. Ihre Bewegung um den Planeten führt zu Zusammenstößen, die, wie das Beispiel zeigt, wohl nicht nur zur Zertrümmerung, sondern eben auch zur „Klumpenbildung“ führen.

Die Ausbuchtung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt etwa 1200 Kilometer lang und zehn Kilometer breit und leuchtet etwa 20 Prozent heller als ihre Umgebung. Ob das Objekt noch größer wird oder wieder auseinander fällt, lässt sich derzeit nicht vorhersagen. Der eigentliche Massekörper, von den Planetologen auf den Namen Peggy getauft, ist möglicherweise nur etwa einen Kilometer lang, lässt sich aber aus großer Entfernung nicht genauer beobachten. Eine Bahnänderung der Sonde wird derzeit berechnet, würde aber aller Voraussicht nach erst in zwei Jahren so dicht an den Minimond heranführen, dass man ihn genauer unter die Lupe nehmen kann.

Indessen sind sich die Experten ziemlich sicher, dass das die letzte Chance sein wird, die Geburt eines Eismondes zu beobachten, denn die Saturnringe sind schon ziemlich ausgedünnt. Alle bislang bekannten großen Monde des Gasriesen sind im Laufe der Zeit in Regionen außerhalb der Ringe gewandert und können dort kein zusätzliches Material mehr anziehen. Bis zum heutigen Tag wurden 62 Saturnmonde entdeckt, deren größter Titan mit 5150 Kilometern Durchmesser ist.

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