05.12.2012
FLUG REVUE

NASA setzt ehrgeiziges Marsprogramm fort

Die NASA hat in den vergangenen Jahren auf einigen Gebieten die Führung an andere abgeben müssen, doch bei der Marsforschung will sie die Nase vorn behalten: 2013 ist ein Orbiter geplant, 2016 ein Lander, und 2020 soll der nächste Rover zum Roten Planeten starten.

Spätestens 2020 soll das nächste Marsauto in Richtung unseres Nachbarn im All fliegen, mit 1,5 Milliarden Dollar aberum einiges billiger sein als Curiosity. Das will man erreichen, indem man wesentliche Baugruppen des jetzigen Rovers einfach übernimmt und so Entwicklungskosten spart. Vorher aber sind noch zwei andere Missionen zum Mars geplant, wie aus nachfolgender Übersicht über die Marsmissionen seit Beginn des 21. Jahrhunderts zu sehen ist:

07.01.2001   Mars Odyssey (NASA)
02.06.2003   Mars Express (ESA)
10.06.2003/07.07.2003 Mars Exploration Rovers Spirit und Opportunity (NASA)
12.08.2005   Mars Reconnaissance Orbiter (NSASA)
04.08.2007   Phoenix Mars Lander (NASA)
08.11.2011   Phobos-Grunt (Roskosmos, Fehlschlag, desgleichen der chinesische Huckepack-Orbiter Yinghuo-1)
26.11.2011   Mars Science Laboratory/Curiosity
2013            MAVEN
2016            InSight
etwa 2020    ExoMars Trace Gas Orbiter

MAVEN wird aus der Marsumlaufbahn die Atmosphäre des Planeten studieren und InSight soll mit Hilfe von Bohrsonden tief unter der Oberfläche Bodenproben untersuchen. Danach will man sich mit einigen wissenschaftlichen Geräten an der europäischen Mission ExoMars beteiligen, obwohl der Hauptbeitrag aus finanziellen Gründen gestrichen worden ist. Möglicherweise werden aber hier die Russen einspringen, denen der Mars bisher kein Glück gebracht hat - 17 von 18 Versuchen, Instrumente auf dem Planeten zu landen, schlugen bisher fehl. Den Amerikanern indessen ist der Mars wichtig, weil ab 2030 bemannte Flüge dorthin führen sollen und bis dahin noch viele Fragen beantwortet werden müssen.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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