07.05.2018
FLUG REVUE

Mars-Mission InSightNASA-Sonde auf dem Weg zum Roten Planeten

Am Samstag ist die NASA-Sonde InSight an Bord einer Atlas-401-Trägerrakete gestartet. Mit dabei: die Rammsonde HP3 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

NASA-Marsmission InSight

Bei der InSight-Mission soll ein Lander geologische Untersuchungen auf der Marsoberfläche durchführen. Foto und Copyright: NASA/JPL-Caltech  

 

Die Atlas V-401 hob am 5. Mai um 13.05 Uhr MESZ (4.05 Uhr Ortszeit) von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien ab und brachte die NASA-Sonde InSight Ins All. Nun hat die Sonde eine fast 500 Millionen Kilometer lange Reise zum Mars vor sich. Die Landung ist für den 26. November etwas nördlich des Mars-Äquators in der Ebene Elysium Planitia geplant.

Als eines der Hauptexperimente mit an Bord der InSight-Mission ist die deutsche Rammsonde HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package). Sie soll sich vollautomatisch bis zu fünf Meter tief in den Mars-Untergrund graben und sein Inneres erkunden. Rund zwei Jahre soll HP3 Daten zu Temperatur und Wärmeleitfähigkeit im Untergrund liefern. Die Daten sollen Erkenntnisse darüber liefern, ob der Mars noch immer über einen flüssigen Kern verfügt. "Bisher wissen wir nur ungenau, wie und mit welcher Beschaffenheit sich der Mars in Kern, Mantel und Kruste unterteilt und warum sich die Dynamik seiner inneren Entwicklung im Vergleich zur Erde so rasch abschwächte", sagt der Leiter des Experiments HP3, Prof. Tilman Spohn vom DLR-Institut für Planetenforschung. "Das wollen wir mit den geplanten Messungen im Marsboden genauer untersuchen und damit auch die Entwicklung unserer Erde und erdähnlicher Planeten in unserem Sonnensystem und in anderen Planetensystemen besser verstehen."

Das DLR-Experiment HP3 besteht aus dem auf dem Marsboden stationierten Gehäuse, an dessen Vorderseite eine vertikale Vorrichtung angebracht ist. Darin befindet sich eine 40 Zentimeter lange Rammsonde von 27 Millimetern Durchmesser - von den Wissenschaftlern ‚Maulwurf’ (engl. mole) genannt -, die sich mit einem elektrisch angetriebenen Hammerschlagmechanismus über mehrere Wochen Zentimeter für Zentimeter in den Marsboden treiben wird, gefolgt von der an einem Flachkabel montierten Messsensorik.

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