22.11.2010
FLUG REVUE

NASA startet erfolgreich den Mikrosatelliten FASTSATNASA startet erfolgreich den Mikrosatelliten FASTSAT 1

Die NASA brachte am Freitagabend, dem 19. November 2010, vom Kodiak Launch Complex in Alaska aus den Mikrosatelliten FASTSAT 1 ins All (Fast, Affordable, Science and Technology Satellite). Als Trägerrakete kam dabei eine Minotaur IV zum Einsatz.

FASTSAT ist eine Satellitenplattform, auf der die verschiedenartigsten kleinen Nutzlasten untergebracht werden können, womit Forscher aus Wissenschaft und Industrie die Gelegenheit geboten wird, Experimente im All zu günstigen Kosten durchzuführen.

Der Satellit wurde 22 Minuten nach dem Start von der Rakete getrennt, als er rund 750 Kilometer Bahnhöhe erreicht hatte. Unmittelbar darauf aktivierte das Kontrollzentrum beim Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama, die Bordsysteme. In den ersten elf Tagen nach Erreichen der endgültigen Umlaufbahn werden alle Experimente eingeschaltet und überprüft, bevor die nächste 100 Tage der Forschung dienen. Weitere 100 Tage lang sollen dann alle Bordsysteme eingehenden Tests unterzogen werden. Zu guter Letzt bekommt der Satellit ein Kommando, das ihn auf eine Abstiegsbahn führt. Dann verglüht er in den dichteren Schichten der Erdatmosphäre.

FASTSAT war in der Nutzlastspitze auf dem Adapterring ESPA installiert worden (Evolved Expendable Launch Vehicle Secondary Payload Adaptor), der auch für Starts militärischer Satelliten von verschiedenen Trägerraketen aus genutzt wird. Der Mikrosatellit war bereits der 26. innerhalb des sogenannten Space Test Program, einer gemeinsamen Initiative der NASA und des US-Verteidigungsministeriums. Entwickelt und gebaut wurde er beim Marshall Space Flight Center in enger Kooperation mit dem Von Braun Center for Science & Innovation sowie weiteren Unternehmen aus der Region.

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MG


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