09.11.2017
FLUG REVUE

Trotz RisikenNASA will SLS Ende 2019 erstmals starten

Die US-Raumfahrtbehörde hält am Erstflugtermin der neuen Schwerlastrakete Space Launch System (SLS) im Dezember 2019 fest - trotz eines Berichts, der auf Produktionsrisiken hinweist.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat eine Überprüfung im Vorfeld der ersten gemeinsamen Mission der SLS-Rakete und der Orion-Raumkapsel abgeschlossen. Obwohl der Bericht zu dem Schluss kommt, dass mögliche Fertigungs- und Produktionsrisiken zu einer Verschiebung auf Juni 2020 führen könnten, hält die NASA an einem Starttermin im Dezember 2019 fest. Die sogenannte Exploration Mission-1 (EM-1) wird unbemannt stattfinden und soll als kritischer Flugtest dienen, bevor erstmals Menschen mit der der SLS und der Orion fliegen.

"Da mehrere der identifizierten Schlüsselrisiken derzeit noch nicht eingetreten sind, sind wir in der Lage, Minimierungsstrategien dafür einzuführen, um das Datum im Dezember 2019 zu sichern", sagte der amtierende NASA-Administrator Robert Lightfoot. Mögliche Probleme liegen in der Fertigung der SLS-Hauptstufe, aber auch beim Europäischen Servicemodul (ESM) der Orion. Zudem wurde die Michoud Assembly Facility in New Orleans bei einem Tornado beschädigt. Dort werden Teile von SLS und Orion montiert.

Erster bemannter Flug für 2023 geplant

Die Mehrheit der Arbeiten an dem neuen Deep-Space-System seien im Zeitplan. Um auf die möglichen Risiken zu reagieren, habe die NASA neue Meilensteine für die Produktionsleistung der SLS-Hauptstufe eingeführt. Die europäische Raumfahrtagentur ESA, die das ESM verantwortet, optimiert die Fertigungsplanung, um mehr Flexibilität für den Fall zu erreichen, dass Lieferungen von Sub-Auftragnehmern sich verspäten.

Die NASA plant als weitere Konsequenz des Berichts, die Tests des Startabbruchsystems der Orion zu beschleunigen, als Ziel wird April 2019 genannt. Der vorgezogene Test soll das Risiko für den ersten bemannten Flug, EM-2, im Jahr 2023 verringern.

Ursprünglich plante die NASA den Start von EM-1 für November 2018. Trotz der Verzögerungen soll das Budget um nicht mehr als 15 Prozent steigen.

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